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2026-07-14
vor 19 Min.
Trump urges Senate to pass CLARITY Act to define crypto oversight and token classifications
President Donald Trump called on the US Senate to pass the CLARITY Act, saying it would help the US stay competitive in digital assets and AI. The bill would define which tokens are commodities or securities and assign federal oversight, potentially affecting XRP and other major networks seeking clearer regulatory rules.
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vor 30 Min.
Bankenverbände drängen Senat auf strengere Regeln für Stablecoin-Renditen im CLARITY Act
Die US-Bankenbranche bleibt gegenüber Stablecoins skeptisch. Am 13. Juli 2026 wandten sich die American Bankers Association (ABA), die Independent Community Bankers of America (ICBA) sowie ein Zusammenschluss staatlicher Bankenverbände in einem gemeinsamen Schreiben an Mehrheitsführer John Thune und Minderheitsführer Charles Schumer. Ihr Ziel: Die renditebezogenen Passagen des CLARITY Act sollen vor dem weiteren Gesetzgebungsverfahren verschärft werden. Im Mittelpunkt steht Section 404. Nach Auffassung der Verbände könnte der Wortlaut bislang genügend Spielraum lassen, damit Stablecoin-Emittenten Erträge anbieten, die faktisch wie Zinsen auf Bankeinlagen wirken, ohne rechtlich als solche eingeordnet zu werden. Section 404 sollte eigentlich eine klare Trennlinie ziehen und verhindern, dass Payment-Stablecoins wie verzinsliche Einlagenkonten funktionieren. Aus Sicht der Banken würde dies Emittenten einen Vorteil durch regulatorische Arbitrage verschaffen, während klassische Institute strenge Vorgaben zu Kapitalausstattung und Kreditvergabe erfüllen müssen. Die ICBA quantifiziert das Risiko: Ohne harte Verbote für renditeähnliche Konstruktionen könnten Bankeinlagen um bis zu 1,3 Billionen US-Dollar sinken. Daraus leite sich eine geschätzte Verringerung der Kreditvergabekapazität von Community Banks um 850 Milliarden US-Dollar ab. Es ist bereits der zweite Vorstoß dieser Allianz binnen rund zwei Monaten. Schon am 8. Mai 2026 hatten dieselben Organisationen die Führung des Senate Banking Committee aufgefordert, den CLARITY Act voranzubringen, aber mit deutlich schärferer Sprache zu Renditefunktionen. Die Kritik fand zumindest teilweise Gehör: Am 14. Mai 2026 verabschiedete der Senate Banking Committee den CLARITY Act mit 15"6 Stimmen. In der Ausschussfassung wurden die Renditevorschriften angepasst, Änderungen, die der Arbeit der Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks zugeschrieben werden. Die Verbände werten dies als Schritt in die richtige Richtung, sehen aber weiterhin Nachbesserungsbedarf. Die ABA stützt ihre Position auch auf Verbrauchermeinungen. Eine von der ABA beauftragte Morning-Consult-Umfrage aus Mai 2026 zeige eine nennenswerte Unterstützung dafür, renditeähnliche Funktionen bei Stablecoins zu begrenzen. Die Verbände stellen dies als Maßnahme zum Schutz lokaler Kreditvergabe dar, nicht als Schutz etablierter Institute vor Wettbewerb.
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vor 30 Min.
EZB wählt 36 Zahlungsdienstleister für Digital-Euro-Pilot ab 2027 aus
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister für einen Pilotversuch zum digitalen Euro ausgewählt. Mehr als 50 Unternehmen hatten sich beworben. Der Testlauf soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten, zwölf Monate dauern und die Praxistauglichkeit einer von der Zentralbank ausgegebenen digitalen Währung unter realen Bedingungen prüfen. Bei erfolgreichem Verlauf peilt die EZB eine mögliche Emissionsbereitschaft bis 2029 an – vorausgesetzt, die erforderliche Regulierung erhält grünes Licht. Zu den ausgewählten Teilnehmern zählen unter anderem Adyen N.V., Deutsche Bank AG und Revolut Bank UAB. Die EZB betont, sie habe bei der Auswahl gezielt auf Vielfalt geachtet: unterschiedliche Geschäftsmodelle, Unternehmensgrößen sowie eine breite geografische Abdeckung im Euroraum. Die Bewerbungsfrist endete am 14. Mai 2026; damit hatte die EZB rund zwei Monate für die Auswertung. Die Entscheidung wurde am 14. Juli 2026 bekannt gegeben. Inhaltlich umfasst der Pilot Person-zu-Person-Zahlungen, Zahlungen am Point of Sale im stationären Handel sowie Online-Zahlungen. An den Testszenarien sollen ausgewählte Händler und Mitarbeitende des Eurosystems teilnehmen. Die Teilnahme ist freiwillig und unvergütet. Der Pilot schließt an eine Vorbereitungsphase an, die im Oktober 2025 beendet wurde. In dieser Phase wurden technische und operative Grundlagen erarbeitet, die nun in der Praxis erprobt werden. Regulatorisch gibt es Fortschritte: Der ECON-Ausschuss des Europäischen Parlaments stimmte am 23. Juni 2026 mit 43 zu 14 für die Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens zum digitalen Euro. Da der zwölfmonatige Pilot Daten bis Ende 2028 liefern dürfte, bleibt danach nur ein knappes Zeitfenster für letzte Anpassungen und eine endgültige Genehmigung, um das Zieljahr 2029 zu erreichen. Für Krypto-Investoren ist das Vorhaben auch deshalb relevant, weil die EZB ihre Abhängigkeit von nicht-europäischen Zahlungsnetzwerken reduzieren will. Dass mit Revolut ein Fintech vertreten ist, das seine Krypto-Handelsangebote stark ausgebaut hat, wird am Markt als mögliches Signal für Schnittstellen zwischen klassischem Zahlungsverkehr und Digital-Asset-Ökosystemen gewertet. Sollte der digitale Euro bis 2029 emissionsbereit sein, könnten euro-denominierte Stablecoins verstärkt unter Druck geraten, ihre Daseinsberechtigung gegenüber einer nativen digitalen Zentralbank-Alternative zu erklären. Der Pilot ab 2027 soll erstmals belastbare Daten liefern, ob dieses Risiko real ist oder eher theoretisch.
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vor 44 Min.
EILMELDUNG: Großbritannien führt ab 2. April 2027 "no gain, no loss"-Steuerbehandlung für bestimmte Krypto-Kredite und DeFi-Liquiditätspools ein
Großbritannien wird ab dem 2. April 2027 für bestimmte Transaktionen im Bereich Krypto-Lending sowie für DeFi-Liquiditätspools eine "no gain, no loss"-Steuerbehandlung anwenden. Voraussetzung ist, dass die Vorgänge als begünstigt eingestuft werden.
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vor 51 Min.
EZB wählt 36 Zahlungsdienstleister für Pilotprojekt zum digitalen Euro ab 2027 aus
Odaily Planet Daily berichtet: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister aus dem Euroraum für ein Pilotprojekt zum digitalen Euro ausgewählt. Der Test soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 starten und über 12 Monate laufen. Durchgeführt wird das Pilotprogramm von der EZB gemeinsam mit den 19 nationalen Zentralbanken des Euroraums. Im Fokus stehen Funktionstests für Zahlungen mit dem digitalen Euro, darunter Offline-Zahlungen, E-Commerce sowie Einkäufe im stationären Handel. Zugleich soll die Nutzererfahrung weiter verbessert werden, um eine mögliche spätere offizielle Einführung des digitalen Euro vorzubereiten. Auf einen im März 2026 veröffentlichten Aufruf zur Interessenbekundung gingen mehr als 50 Bewerbungen ein. Aus mehreren Mitgliedstaaten wurden schließlich 36 Anbieter ausgewählt, darunter Deutsche Bank, Adyen, Revolut Bank, Stripe Technology Europe und Worldline.
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vor 57 Min.
American Bankers Association und 76 Verbände drängen Senat auf strengere Leitplanken für Stablecoin-Renditen im CLARITY Act
Die American Bankers Association (ABA) und 76 Bankenverbände auf Bundesstaatenebene haben in einem Schreiben an die Führung des US-Senats strengere Vorgaben für renditetragende Stablecoins im CLARITY Act gefordert. In der aktuellen Fassung, so die Verbände, seien die Formulierungen zu schwach und könnten einen Abfluss von Einlagen bei Community Banks auslösen.
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vor 58 Min.
New Hampshire: Gouverneurin unterzeichnet HB 639 und stärkt Recht auf Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte
Im US-Bundesstaat New Hampshire ist mit HB 639 ein neues Gesetzespaket unter dem Titel "Blockchain Basic Laws" in Kraft getreten. Gouverneurin Kelly Ayotte unterzeichnete die Vorlage; vorangetrieben wird sie nun vom New Hampshire Blockchain Council. Kern von HB 639 ist die Absicherung des Rechts auf "Self-Custody": Bürgerinnen und Bürger sollen digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen in eigenen Wallets halten können, ohne auf Banken oder Börsen angewiesen zu sein. Zudem schützt das Gesetz die Freiheit, legitime Waren und Dienstleistungen mit Kryptowährungen zu bezahlen, ohne Eingriffe durch Bundes-, Landes- oder Kommunalbehörden. Darüber hinaus soll HB 639 Akteure, die Blockchain-Infrastruktur betreiben, vor einer unangemessenen Gleichsetzung mit klassischen Finanzinstituten bewahren. Dazu zählen etwa der Betrieb eines Nodes, Mining oder Staking. Solche Tätigkeiten sollen nicht automatisch als "Money Transmission" oder als Wertpapieraktivitäten eingestuft werden. Auch Validatoren werden vor Klagen oder Haftungsrisiken geschützt, sofern sie lediglich Validierungsaufgaben ausführen. Ein weiterer Baustein ist die Einrichtung eines "Blockchain Dispute Docket": ein spezialisierter Verfahrensweg für Streitfälle rund um Blockchain und Kryptowährungen, der von Richterinnen, Richtern oder zuständigen Stellen mit entsprechender Fachkompetenz betreut wird. Ziel ist eine schnellere und besser planbare Behandlung als in allgemeinen Gerichtsverfahren. HB 639 baut auf New Hampshires kryptopolitischen Weichenstellungen der vergangenen Monate auf. Bereits im Mai 2025 hatte der Staat eine erste landesweite "Strategic Bitcoin Reserve" auf Ebene eines Bundesstaats etabliert. Mit HB 302 erhielt der State Treasurer die Möglichkeit, bis zu 5% öffentlicher Mittel in Bitcoin zu investieren. Keith Ammon, Präsident des New Hampshire Blockchain Council und Hauptinitiator von HB 639, wertete die Unterschrift als Signal: Mit Ayottes Zustimmung zeige New Hampshire erneut den Anspruch, bei Blockchain-Innovation landesweit führend zu sein. Unternehmer, Investoren, Entwickler und Innovatoren sollten wissen, dass New Hampshire für Blockchain-Geschäft offen sei. Parallel diskutierte der Staat zudem Pläne, bis zu 100 Mio. US-Dollar an steuerpflichtigen Revenue Bonds zuzulassen, um den Bitcoin-Kauf durch einen Kreditnehmer mit Bezug zu CleanSpark zu finanzieren. Sollte diese Finanzierung genehmigt werden, wäre dies ein weiteres Beispiel dafür, wie Bitcoin-Treasury-Strategien über klassische Fremd- und Eigenkapitalmärkte hinausreichen. Unterm Strich schafft HB 639 rechtliche Leitplanken für Privatpersonen und Unternehmen im Kryptomarkt und erleichtert die Selbstverwahrung von Kryptowerten. Zusammen mit HB 302 verfolgt New Hampshire damit ein gemeinsames Ziel: Bitcoin und Blockchain-Ökonomie im Bundesstaat institutionell zu verankern und rechtlich abzusichern.
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vor 59 Min.
Großbritannien führt ab April 2027 "No Gain, No Loss"-Regel für Krypto-Lending ein
Die britische Steuerbehörde HM Revenue & Customs (HMRC) will für bestimmte Kryptoasset-Darlehen und Transaktionen in Liquidity Pools eine steuerliche "No Gain, No Loss"-Behandlung einführen. Die Regelung gilt ab dem 6. April 2027 und verschiebt die Erhebung der Kapitalertragsteuer bis zu einer wirtschaftlichen Veräußerung, etwa beim Verkauf oder bei einer endgültigen Entnahme von Token. HMRC richtet die Besteuerung damit stärker an der wirtschaftlichen Substanz von DeFi-Aktivitäten aus. Bislang konnte bereits das Einzahlen von Vermögenswerten als steuerpflichtige Veräußerung gelten und damit als Hürde für Lending- und Pool-Strategien wirken. Erfasst werden unter anderem Single-Token-Lending, Borrowing-Strukturen sowie Multi-Token-Szenarien im automatisierten Market Making. Die Einlage des ursprünglichen Kapitals bleibt steuerneutral. Erträge, Rewards oder Yield aus diesen Aktivitäten werden weiterhin als sonstige Einkünfte im Jahr des Zuflusses besteuert. Am Markt wird der Schritt als potenzieller Impuls für eine breitere Nutzung von Krypto-Lending und Liquidity Pools gelesen. Beobachter sehen darin ein Signal, das die Nachfrage nach digitalen Assets in DeFi-Anwendungen stützen könnte, auch bei Kryptowährungen wie XRP. Worauf der Markt achten dürfte: Entscheidend ist, ob die neue Behandlung die Teilnahme an Lending- und Pool-Angeboten messbar erhöht. Zudem könnten Aussagen zentraler Akteure wie Ripple-CEO Brad Garlinghouse sowie Einschätzungen großer Finanzinstitute Hinweise darauf liefern, welche Bedeutung die Änderung für XRP hat. Weitere mögliche Kurstreiber sind Entwicklungen rund um mögliche XRP-ETF-Zulassungen oder größere Ankündigungen von Banken. Auch starke Bitcoin-Preisschwankungen sowie Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve könnten den Ausblick für XRP beeinflussen. Live-Analysen zu Prediction Markets, bereitgestellt von Vera: Registrierung bei Vera.
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vor 1 Std.
Fed-Chef Kevin Warsh stellt sich dem Kongress: Anhörung zur Geldpolitik am 14. Juli
Kevin Warsh, der neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, wird am 14. Juli 2026 vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses (House Financial Services Committee) zur Geldpolitik aussagen. Es zählt zu seinen ersten großen Auftritten im Kongress seit der Übernahme der Führung der weltweit einflussreichsten Zentralbank – und nicht zuletzt die Kryptomärkte richten den Blick auf jedes Detail. Warsh war im Mai vom Senat mit knapper Mehrheit von 51'45 bestätigt worden. Seitdem hält er sich mit klaren Signalen zur kurzfristigen Linie zurück. Bei seiner ersten FOMC-Sitzung am 17. Juni ließ die Fed den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50% bis 3,75% und setzte auf einen Abwarten-und-Beobachten-Kurs. In öffentlichen Äußerungen bekräftigte Warsh das Ziel, die Inflation zum 2%-Ziel der Fed zurückzuführen, und bezeichnete das aktuelle Niveau zugleich als "zu hoch". Er verweist auf einen "datenabhängigen Ansatz", ohne eine konkrete Richtung für die Geldpolitik in den kommenden Monaten vorzugeben. In der Anhörung dürften Abgeordnete ihn unter anderem zu Tempo und Nachhaltigkeit der Disinflation, zur Lage am Arbeitsmarkt und zu Risiken für Wachstum und Finanzstabilität befragen. Für Anleger im Kryptosektor könnte ein anderer Themenblock entscheidender werden. Warsh gilt als Befürworter eines US-Digitaldollars, also einer Zentralbank-Digitalwährung (CBDC), die von Teilen der Kryptoszene kritisch gesehen wird. Gleichzeitig äußerte er sich skeptisch, ob Bitcoin als Geld taugt. Sein Werdegang unterstreicht seinen Blickwinkel: Warsh war von 2006 bis 2011 Fed-Gouverneur und damit während der Finanzkrise 2008 in zentraler Position; zuvor arbeitete er bei Morgan Stanley. Im Kongress könnten Fragen zur Rolle der Fed bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte, zum Stand möglicher CBDC-Pilotprogramme und zur Einordnung von Stablecoins im geldpolitischen Rahmen aufkommen. Für Kryptoinvestoren bleibt das Umfeld mit einem Federal-Funds-Zins von 3,50% bis 3,75% restriktiv: Hohe Kapitalkosten belasten spekulative Anlageklassen. Nach dem Zinsentscheid im Juni 2026 reagierten Bitcoin und andere Risikoanlagen uneinheitlich. Warshs Betonung des 2%-Ziels und seine Einschätzung, die Inflation sei weiterhin "zu hoch", sprechen eher gegen eine schnelle Lockerung. Seine pro-CBDC- und anti-Bitcoin-Haltung bringt zudem einen strukturellen Faktor ins Spiel, der über den Zinszyklus hinausgeht. Marktteilnehmer dürften in der Anhörung vor allem auf drei Punkte achten: erstens Formulierungen, die Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 wahrscheinlicher machen. Zweitens konkrete Aussagen zu digitalen Assets, Stablecoins oder Zeitplänen für eine CBDC, die auf regulatorische Weichenstellungen hindeuten könnten. Drittens die Tonalität zur Inflationsentwicklung – ob Warsh Fortschritte als "ermutigend" wertet oder weiter betont, dass der Preisdruck noch immer unangenehm hoch ist. Schon die Nominierung Warshs durch Präsident Trump zu Beginn dieses Jahres bewegte die Märkte. Die knappe Bestätigung mit 51'45 unterstrich zudem, wie politisch aufgeladen Geldpolitik inzwischen ist.
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vor 1 Std.
Regulierung des digitalen Euro weckt Sorgen um Datenschutz und Kontrolle
Das Europäische Parlament hat am 8. Juli 2026 seine Verhandlungsposition zur Regulierung des digitalen Euro beschlossen und das Projekt damit einen Schritt näher an die Umsetzung gebracht. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt eine Einführung bis 2029 an. Grundlage sollen Rechtsvorschriften sein, die noch im Laufe dieses Jahres erwartet werden, sowie ein 12-monatiges Pilotprogramm, das Mitte 2027 starten soll. Die Argumentation der Befürworter ist klar: Bargeld wird seltener genutzt, private Zahlungssysteme gewinnen an Bedeutung, Europa brauche eine öffentliche digitale Alternative. Datenschutz bleibt der zentrale Streitpunkt Bereits 2021 hatte der Europäische Datenschutzausschuss (European Data Protection Board) auf das Risiko hingewiesen und empfohlen, dass ein System für den digitalen Euro anonyme oder pseudonyme Transaktionen ermöglichen müsse. Zu den prominentesten Kritikern zählt der Ökonom Daniel Lacalle. Er warnt, dass die Ausgestaltung des digitalen Euro mit programmierbaren Funktionen und Anforderungen an digitale Identitäten eine bislang beispiellose Überwachung von Transaktionen erleichtern könnte. Vertreter der EZB weisen die Überwachungs-Vorwürfe zurück und verweisen auf geplante Schutzmechanismen, etwa Offline-Zahlungen mit minimaler Datenweitergabe. Obergrenze von 3.000 Euro soll Abfluss von Bankeinlagen verhindern In den Verhandlungen steht auch eine mögliche Haltegrenze von 3.000 Euro je Person im Raum. Damit sollen größere Abwanderungen aus Einlagen bei Geschäftsbanken verhindert werden. Stablecoins schließen die Lücke bereits Euro-denominierte Stablecoins kamen im Januar 2026 auf eine Marktkapitalisierung von rund 450 Mio. Euro, nach etwa 50 Mio. Euro nur zwei Jahre zuvor. Das entspricht einem neunfachen Anstieg, ohne staatliche Vorgaben oder Rückendeckung einer Zentralbank. Bedeutung für Anleger Die anstehenden Trilog-Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament, Europäischem Rat und Europäischer Kommission werden den endgültigen Regulierungsrahmen festlegen. Vorgaben zu Datenschutz, Haltegrenzen und Programmierbarkeit dürften sowohl klassische Finanzmärkte als auch Kryptomärkte beeinflussen. Das Pilotprogramm 2027 wird zum ersten Praxistest: Es soll zeigen, ob der digitale Euro die angekündigten Eigenschaften erfüllt und ob die Bevölkerung in Europa ihn tatsächlich nutzen will.
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