Das EU-KI-Gesetz zieht an: Chatbots müssen sich ab sofort als Maschinen zu erkennen geben

KI-Marktzusammenfassung
Die EU hat mit der Durchsetzung von Transparenzregeln des KI-Gesetzes begonnen, die verlangen, dass KI-Systeme (einschließlich Chatbots und Agenten) offenlegen, dass sie Maschinen sind, und Deepfakes kennzeichnen, mit Strafen von bis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Umsatzes sowie extraterritorialer Reichweite auf jede KI, die EU-Nutzer bedient. Dies erhöht das Compliance- und operative Risiko für Anbieter von KI-Plattformen und für alle auf die EU ausgerichteten automatisierten Support- oder Handelsagenten, wenngleich Verpflichtungen für Hochrisiko-KI auf Ende 2027 verschoben wurden.
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Die EU-Kommission setzt seit Sonntag die Transparenzvorgaben des EU-KI-Gesetzes durch. Chatbots, Sprachassistenten und KI-Agenten müssen Nutzerinnen und Nutzer vom ersten Kontakt an klar darüber informieren, dass sie mit einer Maschine interagieren. Für Deepfakes und KI-generierte Medien gelten zudem eindeutige Kennzeichnungspflichten. Bei Verstößen drohen empfindliche Sanktionen: Aufsichtsbehörden können Geldbußen von bis zu 35 Mio. € oder 7% des weltweiten Umsatzes verhängen. Die Vorgaben greifen auch für Unternehmen außerhalb der EU, sofern ihre KI EU-Nutzer erreicht. Erfasst sind damit unter anderem Krypto-Trading-Bots und automatisierte Support-Agenten. Deutlich strengere Pflichten für Hochrisiko-KI wurden dagegen kurzfristig verschoben: Eine Änderungsregelung verlagert die Anforderungen für Anwendungen etwa in Personalrekrutierung, Kreditvergabe und Polizeiarbeit auf Ende 2027.