UN-Klimaverhandlungen in Bonn geraten wegen Widerstands ölexportierender Staaten gegen strengere Wissenschaftsformeln ins Stocken

Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn sind ins Stocken geraten, weil mehrere Ölexportländer sowie Indien eine stärkere Verankerung wissenschaftlicher Formulierungen ablehnten und sich gegen eine Route zum Ausstieg aus fossilen Energien stellten. Zudem kam keine Einigung über Klimafinanzierung zustande, die Entwicklungsländern bei der Anpassung helfen soll. Auch bei Mechanismen zur Umsetzung des 1,5°C-Ziels gab es keinen Durchbruch. Der Stillstand dämpft kurzfristig Erwartungen an eine Verschärfung globaler Energiepolitik und stützt damit tendenziell Ölpreise und Upstream-Öl- und Gasunternehmen, ohne unmittelbare Angebotsstörungen oder abrupte Regulierungsschritte auszulösen.