Fünf Jahre Schwachstelle bei Coldcard: RNG-Fehler, vier mutmaßliche Angriffswellen und neue Debatte um Self-Custody
KI-Marktzusammenfassung
Eine fünf Jahre andauernde RNG-Schwachstelle in der Coldcard-Firmware schwächte die Seed-Generierung über mehrere Modelle hinweg; Galaxy Research schätzt anhand von On-Chain-Mustern vier vermutete Angriffswellen, die mit 5.294 Adressen und 1.815,75 BTC in Verbindung stehen. Es handelt sich um einen Fehler bei der Schlüsselerzeugung der Wallet, nicht um einen Bruch der Bitcoin-Kryptografie, aber er untergräbt das Vertrauen in Self-Custody und könnte kurzfristig sicherheitsgetriebene Mittelbewegungen auslösen, während Nutzer Seeds rotieren und Bestände migrieren.
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Ein Fehler bei der Zufallszahlenerzeugung, der im Zuge einer Code-Migration im Jahr 2021 eingeführt wurde, hat die Sicherheit von Wallet-Seeds beeinträchtigt, die mit mehreren Coldcard-Modellen und bestimmten Firmware-Versionen über nahezu fünf Jahre erstellt wurden. In den betroffenen Builds kam statt der vorgesehenen Hardware-Quelle ein vorhersagbarer Software-Pseudozufallszahlengenerator zum Einsatz. Dadurch schrumpfte der geschätzte Suchraum für Seeds auf Mk2- und Mk3-Geräten auf rund 40 Bit, bei späteren Modellen auf etwa 72 Bit.
Ein Firmware-Update oder der Import einer betroffenen Mnemonic in eine andere Wallet behebt das Problem nicht, da der Seed selbst dauerhaft geschwächt bleibt. Betroffene Nutzer müssen einen neuen Seed mit gepatchter Firmware oder in einer anderen vertrauenswürdigen Umgebung erzeugen und anschließend die Bestände auf neue Adressen übertragen.
Galaxy Research spricht von vier mutmaßlichen Angriffswellen. Auf Basis von Onchain-Transaktionsmustern werden 5.294 Adressen und 1.815,75 BTC genannt. Diese Zahlen beruhen auf Musteranalysen in der Blockchain und stellen weder einzeln verifizierte Opfer noch bestätigte Endverluste dar.
Der Vorfall wird als Fehler bei der Schlüsselgenerierung in spezifischen Coldcard-Firmware-Versionen eingeordnet. Ein Bruch der zugrunde liegenden Kryptographie von Bitcoin liegt demnach nicht vor.