vor 6 Std.
KNDS skizziert Doppel-IPO in Paris und Frankfurt mit möglicher Bewertung von bis zu 15 Mrd. €
KNDS, einer der größten europäischen Hersteller von Militärgerät, hat Details zu einem geplanten Börsengang mit Doppelnotierung in Paris und Frankfurt veröffentlicht, der den Konzern mit 12 bis 15 Mrd. € bewerten könnte. Der Hersteller der Kampfpanzer Leopard und Leclerc will die Aktien in den kommenden Wochen platzieren; der genaue Termin steht nach Angaben von CEO Jean-Paul Alary noch nicht fest. Deutschland plant den Einstieg mit 40%, Frankreich soll seinen Anteil von 50% auf 40% reduzieren, während 20% an die Börse gebracht werden. Die Ankündigungen fallen in eine Phase zusätzlicher Unsicherheit für Rheinmetall: Berlin will das von Rheinmetall dominierte F126-Fregattenprogramm zugunsten kleinerer Schiffe von TKMS streichen, und die Monopolkommission kritisiert die hohe Konzentration bei Rüstungsbeschaffungen.
vor 6 Std.
6-19
Planet A Foods bringt ChoViva aus Sonnenblumenkernen in Europas Schokoladenfabriken
Das deutsche Startup Planet A Foods hat mit ChoViva eine Schokoladenalternative auf Basis von Sonnenblumenkernen entwickelt, die ohne Kakaobohnen auskommt und von mehreren mittelgroßen bis großen Herstellern in Europa eingesetzt wird. Der CO2-Fußabdruck liegt im Vergleich zu herkömmlicher Schokolade um 73.6% niedriger. Als Treiber gilt auch die Kakao-Krise 2024–2025 sowie die Prognose, dass bis etwa 2050 rund 50% des globalen Kakaoangebots wegfallen könnten. Planet A Foods produziert nach eigenen Angaben 1万吨 ChoViva pro Jahr; zu den Partnern zählt unter anderem der französische Hersteller Abtey sowie Unternehmen aus der Schweiz und Belgien.
6-19
6-19
UN-Klimaverhandlungen in Bonn geraten wegen Widerstands ölexportierender Staaten gegen strengere Wissenschaftsformeln ins Stocken
Die UN-Klimaverhandlungen in Bonn sind ins Stocken geraten, weil mehrere Ölexportländer sowie Indien eine stärkere Verankerung wissenschaftlicher Formulierungen ablehnten und sich gegen eine Route zum Ausstieg aus fossilen Energien stellten. Zudem kam keine Einigung über Klimafinanzierung zustande, die Entwicklungsländern bei der Anpassung helfen soll. Auch bei Mechanismen zur Umsetzung des 1,5°C-Ziels gab es keinen Durchbruch. Der Stillstand dämpft kurzfristig Erwartungen an eine Verschärfung globaler Energiepolitik und stützt damit tendenziell Ölpreise und Upstream-Öl- und Gasunternehmen, ohne unmittelbare Angebotsstörungen oder abrupte Regulierungsschritte auszulösen.
6-19
6-19
SpaceX erhält Investment-Grade-Ratings, Aktie fällt auf 185 US-Dollar nach 18%-Rutsch
SpaceX hat am Donnerstag erstmals Ratings von Moody’s, Fitch und S&P Global erhalten und liegt mit Baa1/BBB+/BBB im Investment-Grade-Bereich. Die Einstufungen kommen weniger als eine Woche nach dem Rekord-Börsengang, der rund 85,7 Mrd. US-Dollar (73,8 Mrd. Euro) einbrachte. An der Börse setzten die Ratings die Aktie jedoch nicht dauerhaft unter Druck: Sie schloss bei 185 US-Dollar, mehr als 18% unter dem Hoch von 225,6 US-Dollar, nachdem die Bewertung kurzzeitig über 3 Bio. US-Dollar (2,6 Bio. Euro) gelegen hatte.
6-19
6-16
Wall Street erweitert „Magnificent 7“ zur „FAB 10“ nach SpaceX-Börsengang und erwarteten IPOs von OpenAI und Anthropic 2026
Anleger richten den Blick über die „Magnificent 7“ hinaus, während an der Wall Street ein neues Label namens „FAB 10“ kursiert. Es ergänzt die bisherige Gruppe um SpaceX sowie um OpenAI und Anthropic, die später in diesem Jahr an die Börse gehen sollen. Das Kürzel ist zwar kein handelbarer Basket, stützt aber die Erzählung, dass das KI-Thema auf breitere Tech-Segmente übergreift – mit Rückenwind vor allem für Halbleiterzulieferer und Chip-Ausrüster.
6-16
6-16
Bolton: Iran habe Trump in Verhandlungen „wie eine Geige“ gespielt und bessere Konditionen erzielt
Der frühere US-Sicherheitsberater John Bolton sagte, Iran habe US-Präsident Donald Trump in den Verhandlungen „wie eine Geige“ gespielt und ein Rahmenabkommen zu seinen Gunsten erreicht, weil Trump um jeden Preis einen Deal wollte. Bolton erklärte, Trump habe wirtschaftliche Ziele wie niedrigere Benzinpreise und freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus über geostrategische Erwägungen gestellt. Weil der Text des Abkommens nicht veröffentlicht wurde, bleiben laut Bolton zentrale Fragen zur Urananreicherung, zur Reichweite einer Sanktionslockerung und zur praktischen Öffnung der Meerenge offen, sagte er gegenüber Euronews.
6-16