Indiens Zentralbank lockert Regeln zur Devisen-Offenposition und gibt Banken mehr Spielraum für Handel
Die Reserve Bank of India (RBI) hat die Regeln zur Ermittlung und Meldung von Devisenrisiken bei Banken überarbeitet und die getrennte Berechnung von inländischen und ausländischen Netto-Offenpositionen aufgehoben. Künftig dürfen auch angesammelte Überschüsse aus Auslandsaktivitäten in die Offenpositionsberechnung einfließen, während bestimmte strukturelle Fremdwährungspositionen – etwa Kapitalinvestitionen oder nicht repatriierte Gewinne – unter Bedingungen ausgenommen werden können. Goldpositionen werden in der Methodik separat behandelt, und die Kapitalunterlegung für Devisenrisiken soll sich an der tatsächlichen Netto-Offenposition orientieren. Marktteilnehmer erwarten, dass die Ausnahmen zusätzlichen Spielraum für Positionen schaffen und die Handelskapazität der Banken verbessern.