Visa und Nium testen Sieben-Tage-Abwicklung mit Stablecoins im MAS-Programm "BLOOM"

KI-Marktzusammenfassung
Das Pilotprojekt von Visa und Nium im Rahmen von BLOOM der singapurischen MAS, das eine siebentägige Abwicklung unter Verwendung regulierter, durch USD/EUR gedeckter Stablecoins ermöglichen soll, signalisiert eine beschleunigte institutionelle Akzeptanz tokenisierter Zahlungsabwicklungsinfrastrukturen. Durch die Ausweitung der Abwicklung auf Wochenenden und Feiertage bei gleichzeitiger Nutzung von Visas Compliance-Stack könnte die Initiative den Zugang zu Liquidität und die operative Effizienz für grenzüberschreitende Zahlungsströme verbessern. Die Nachricht stützt ein breiteres Vertrauen in regulierte Stablecoin-Infrastruktur und krypto-nahe Zahlungsnetzwerke.
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Visa arbeitet mit dem Zahlungsdienstleister Nium an einem Pilotprojekt zur Stablecoin-basierten Zahlungsabwicklung an sieben Tagen pro Woche. Das Vorhaben läuft im Rahmen der Singapur-Initiative "BLOOM" der Monetary Authority of Singapore (MAS), wie Fintech News Singapore berichtete. Visa will damit schnellere und stärker programmierbare grenzüberschreitende Zahlungsflüsse erproben. BLOOM steht für "Borderless, Liquid, Open, Online and Multicurrency" und bringt Banken sowie weitere Marktteilnehmer zusammen, um beschleunigte Cross-Border-Zahlungen zu testen. Maybank Singapore ist der Initiative jüngst beigetreten und soll bei der Entwicklung gemeinsamer Standards und einer Infrastruktur für tokenisierte grenzüberschreitende Zahlungen mitwirken. Nium ist Visas erster Pilotpartner in dem Programm. Da Zahlungsausgleich üblicherweise nur an Bankarbeitstagen erfolgt, prüfen die beiden Unternehmen explizit Abwicklungen auch an Wochenenden und Feiertagen. Für den Pilotversuch sollen regulierte, durch wichtige Währungen gedeckte Stablecoins eingesetzt werden, darunter US-Dollar und Euro. Zum Einsatz kommen zudem Visas Zahlungsnetzwerk sowie die Compliance-Systeme des Konzerns. Ziel ist, Verzögerungen zu reduzieren und teilnehmenden Finanzinstituten schneller Zugang zu Liquidität außerhalb der üblichen Settlement-Zeitfenster zu ermöglichen. Adeline Kim, Group Country Manager von Visa für Regional Southeast Asia, erklärte, der Test solle zeigen, wie Stablecoins die bestehende Zahlungsinfrastruktur ergänzen können, um mehr Flexibilität bei der Abwicklung zu schaffen, ohne Sicherheits-, Resilienz- und Compliance-Standards zu beeinträchtigen. Amaresh Mohan, Chief Risk and Compliance Officer bei Nium, bezeichnete das Projekt als Schritt in Richtung nahtloser Interoperabilität zwischen traditionellen Zahlungsschienen und Stablecoin-basierten Rails; diese Konvergenz sei unvermeidlich und notwendig. Einen Zeitplan nannten Visa und Nium nicht. Der Pilot gehört zu den sichtbareren Vorstößen eines großen Kartennetzwerks, regulierte Stablecoins in die eigene Settlement-Infrastruktur einzubinden. Zudem zählt er zu den ersten Tests, bei denen ein globales Kartennetzwerk gemeinsam mit einem lizenzierten Zahlungsanbieter Stablecoin-Abwicklungen jenseits der regulären Geschäftstage erprobt – ein Anwendungsfall, den Singapurs Aufseher aktiv fördern.