US-CPI im Juni auf 3,5% gefallen – Bitcoin steigt wieder Richtung 65.000 US-Dollar

KI-Marktzusammenfassung
Der US-VPI für Juni blieb hinter den Erwartungen zurück, mit einem starken monatlichen Rückgang und einer schwächeren Kerninflation, was den wahrgenommenen Druck für weitere Fed-Straf"fungen verringerte. Die Veröffentlichung löste eine breite Risk-on-Reaktion aus: Aktienfutures höher, Treasury-Renditen niedriger, der Dollar schwächer und Bitcoin erholte sich in Richtung 65.000 $. Allerdings war die Desinflation stark energiegetrieben; erneute Spannungen im Nahen Osten könnten vor dem nächsten VPI am 12. Aug. wieder ölbbedingte Inflationsrisiken einführen.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
BTC/USDT+1.77%
AI-Einblick · BTC/USDTAI-Einblick
▲ Bullisch
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Wie CoinDesk berichtet, hat sich die Inflation in den USA im Juni stärker als erwartet abgekühlt. Das nahm den Märkten etwas die Sorge vor weiterer geldpolitischer Straffung durch die Fed. Nach Veröffentlichung der Daten legten US-Aktienfutures zu, die Renditen von US-Staatsanleihen gaben nach, der US-Dollar schwächte sich ab – und Bitcoin erholte sich zusammen mit anderen Risikoanlagen erneut bis nahe 65.000 US-Dollar. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums (Bureau of Labor Statistics) stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) im Juni um 3,5% gegenüber dem Vorjahr. Im Mai hatte der Wert noch bei 4,2% gelegen; erwartet worden waren 3,8%. Damit verzeichnete der Indikator nach mehreren Monaten mit steigenden Raten erstmals wieder einen Rückgang. Gegenüber dem Vormonat fiel der CPI im Juni um 0,4%. Der Markt hatte nur mit einem Minus von 0,1% gerechnet. Es war der stärkste monatliche Rückgang seit April 2020. Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel lag bei 2,6% gegenüber dem Vorjahr (zuvor 2,9%) und blieb im Monatsvergleich unverändert. Als Haupttreiber der Entspannung gilt Energie. Zwar liegen die Energiepreise weiterhin 15,7% über dem Vorjahresniveau, der Anstieg fiel aber deutlich geringer aus als im Mai (23,5%). Besonders Benzin trug zur Abkühlung bei: Der jährliche Preisanstieg verlangsamte sich auf 26,7%, zugleich sanken die Preise im Juni um 9,7% gegenüber dem Vormonat. Bei Lebensmitteln und Wohnen zeigte sich dagegen weiterhin Aufwärtsdruck. Lebensmittel verteuerten sich im Juni um 0,2% zum Vormonat und um 3% zum Vorjahr. Die Wohnkosten stiegen um 0,1% gegenüber dem Vormonat und bleiben einer der hartnäckigsten Faktoren hinter den Preissteigerungen. Bitcoin sprang nach den Daten intraday um knapp 5% auf rund 64.830 US-Dollar und pendelte anschließend um 64.560 US-Dollar. Zuvor war der Kurs im Zuge neuer Spannungen zwischen den USA und Iran unter 62.000 US-Dollar gerutscht. Am Markt wird der niedrigere CPI als Signal gewertet, dass der Druck für kurzfristig weitere geldpolitische Straffungen nachlässt und die Risikoneigung steigt. Parallel zur Krypto-Erholung zogen US-Aktienfutures an, US-Renditen fielen und der Dollar gab nach. Der nächste CPI-Bericht ist für den 12. August angekündigt. Die Juni-Entspannung beruhte jedoch maßgeblich auf sinkenden Energiepreisen. Mit erneut zunehmenden Spannungen im Nahen Osten könnten Ölpreise und Transportkosten wieder unter Druck geraten. Der Fokus richtet sich nun auf die Juli-Daten am 12. August – auch mit Blick darauf, ob die Kerninflation weiter nachgibt.