US-Inflationsdaten im Juni dämpfen Erwartungen an Fed-Zinsschritt im Juli
KI-Marktzusammenfassung
Der US-Kern-VPI für Juni fiel schwächer als erwartet aus (0% m/m; 2,6% y/y), wodurch der von Gouverneur Waller ausgehende falkenhafte Impuls umgekehrt wurde und die vom Markt implizierten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung im Juli deutlich auf rund 15% sanken. Die Daten erhöhen die Hürde für eine kurzfristige Straffung durch die Fed und stützen lockerere Finanzierungsbedingungen. Die Risiken bleiben in Richtung energiegetriebener Inflation verschoben, falls Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise anheben, aber wenn dies ausbleibt, dürften die Zinsen stabil bleiben.
Einflussstufe
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Huoxing Finance berichtet: Der Analyst Justin McQueen erklärte am 14. Juli, die US-Inflationszahlen für Juni hätten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve im Juli deutlich abgeschwächt. Zwar hatte Fed-Gouverneur Waller am Montag in einer restriktiven Rede signalisiert, dass bei anhaltend robusten Kerninflationsdaten kurzfristig weitere Schritte möglich seien. Die am Dienstag veröffentlichten Daten fielen jedoch klar moderater aus.
Demnach stagnierte der Core CPI im Monatsvergleich bei 0% und lag damit unter der Markterwartung von 0,2%. Im Jahresvergleich stieg die Kerninflation um 2,6% und blieb ebenfalls unter den Prognosen. Aus Sicht von McQueen sinkt damit die unmittelbare Notwendigkeit für die Fed, die Zinsen zeitnah anzuheben.
Auch die Marktpreise spiegeln diese Neubewertung wider: Die implizite Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Juli ist auf rund 15% gefallen und liegt damit nahezu wieder auf dem Niveau vor Wallers Rede. Anleger preisen eine Erhöhung im Juli damit weitgehend aus.
Eine weitere Straffung im Jahresverlauf sei zwar nicht ausgeschlossen, die Hürde für einen zusätzlichen Zinsschritt habe sich jedoch klar erhöht. Als mögliches Gegenrisiko nennt die Analyse eine Eskalation im Nahen Osten, die die Energieversorgung stören und den Ölpreis deutlich nach oben treiben könnte. Ohne einen solchen Schock, der den Inflationsdruck erneut anheizt, dürfte die Fed kurzfristig eher an einer unveränderten Zinslinie festhalten.