Timiraos: Bessent klingt weniger dovish und mahnt bei weiteren Zinsschritten zur Vorsicht
ME News berichtet, dass Nick Timiraos, der als "Stimme der Fed" gilt, am 5. August (UTC+8) schrieb, die geldpolitische Reaktionsfunktion von US-Finanzminister Bessent habe sich in Richtung eines weniger dovishen Kurses verschoben. Seine Äußerungen in diesem Jahr deuteten darauf hin, dass die US-Notenbank die Zinsen auf dem aktuellen Niveau belassen sollte.
Zu Jahresbeginn hatte Bessent auf Modelle verwiesen, wonach der Leitzins 25 bis mehr als 100 Basispunkte über dem neutralen Zins liegen könnte. Am 4. August skizzierte er zwei Punkte: Erstens verteidigte er Walshs Entscheidung aus der Vorwoche, keine feste Reaktionsfunktion zu formulieren. "Ich glaube, jede Sitzung sollte offen bleiben, und die Marktteilnehmer sollten ihre eigenen Einschätzungen treffen. Ich denke, Walsh will sich Flexibilität bewahren, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen", sagte Bessent.
Zweitens stellte er ein Set möglicher geldpolitischer Reaktionen in den Raum, das als dovish interpretiert werden könnte, und plädierte dafür, jüngste Schocks zu ignorieren: "Welche Auswirkungen werden steigende kurzfristige Zinsen tatsächlich haben? Das müssen wir abwarten", so Bessent. Zugleich verwies er darauf, die zugrunde liegende Inflation sei "sehr mild. Sehr stabil". Er ergänzte, dass die Kerninflation abseits volatiler, stark energiegetriebener Komponenten insgesamt sehr stabil geblieben sei. Er gehe davon aus, dass dieser Zustand anhalte. (Quelle: BlockBeats)