Strategy kauft 1.587 BTC – Verkaufs-FUD lässt nach
Rund zwei Wochen nach dem ersten Bitcoin-Verkauf seit knapp vier Jahren bekräftigt das von Michael Saylor gegründete Business-Intelligence-Unternehmen Strategy erneut seine Bitcoin-Strategie. Das Unternehmen erwarb weitere 1.587 BTC für rund 100 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei etwas über 63.000 US-Dollar je Bitcoin.
Parallel stockte Strategy seine US-Dollar-Reserve um weitere 100 Mio. US-Dollar auf und hält damit nun 1,1 Mrd. US-Dollar. Der gesamte Krypto-Bestand beläuft sich auf 846.842 BTC und wird aktuell mit nahezu 56 Mrd. US-Dollar bewertet.
Saylor bestätigte die Zahlen am 15. Juni 2026 auf X: Strategy habe 1.587 BTC für 100 Mio. US-Dollar gekauft, um die "BTC Reserve" auf ₿846.842 zu erhöhen, zudem sei die "USD Reserve" um 100 Mio. US-Dollar auf 1,1 Mrd. US-Dollar gestiegen.
Zur Einordnung: Vor einigen Wochen hatte Strategy 32 BTC veräußert. Entgegen Vorwürfen aus Teilen der Community handelte es sich laut Angaben nicht um eine Kapitulation, sondern um eine Maßnahme zur Finanzierung von Ausschüttungen auf Vorzugsaktien, einschließlich Bardividenden über mehrere Aktienserien.
Der Schritt fiel in eine Phase erhöhter Unsicherheit am Markt. Neben FUD war er einer der Faktoren, die im Umfeld des Kursrutsches von Bitcoin auf ein 19-Monats-Tief unter 60.000 US-Dollar diskutiert wurden. Die Entscheidung sorgte in der Community für Irritationen; US-Kommentator Jim Cramer erklärte sogar, das Unternehmen und sein Mitgründer hätten die Kryptowährung "getötet".
Saylor wies die Kritik zurück. Er betonte, er habe nie gesagt, Strategy werde unter keinen Umständen BTC verkaufen; in bestimmten Situationen könne ein Verkauf notwendig sein. Privatanleger sollten aus seiner Sicht dennoch nicht vorschnell Bitcoin abstoßen.
Bereits in der Vorwoche hatte Strategy die Käufe wieder aufgenommen und 1.550 BTC für etwas mehr als 100 Mio. US-Dollar erworben. Prominente Stimmen aus der Kryptoszene wie Samson Mow und Lyn Alden verteidigten Bitcoin: Wenn selbst ein einzelner großer Käufer ihn nicht durch den Verkauf eines kleinen Bestandsanteils "töten" könne, spreche das eher für die Robustheit des Assets.
Die Meldung erschien zuerst bei CryptoPotato.