SlowMist: Verluste bei SecondFi-Wallets könnten über 20 Mio. US-Dollar liegen

Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen SlowMist geht davon aus, dass die tatsächlichen Nutzerverluste im Zusammenhang mit dem jüngsten Vorfall beim Cardano-Ökosystemprojekt SecondFi über 20 Mio. US-Dollar liegen könnten. Grundlage ist eine laufende Analyse von Wallet-Aktivitäten; eine abschließende Bestätigung steht laut SlowMist noch aus, da weitere Adressverifikationen erforderlich sind. SecondFi hatte zuvor mitgeteilt, die Ursache des Vorfalls sei auf die eigene Software zur Wallet-Erstellung für die native Cardano-Web-Wallet zurückzuführen. Nach vorläufigen Projektangaben belaufen sich die Abflüsse auf rund 16 Mio. ADA. Betroffen seien 374 Adressen, bei denen es in drei von Angreifern ausgelösten Transferereignissen zu Abflüssen gekommen sei. SecondFi erklärt, die On-Chain-Analyse sei abgeschlossen; parallel laufe eine unabhängige technische Prüfung gemeinsam mit einer Blockchain-Sicherheitsfirma, um die Ergebnisse zu verifizieren. SlowMist-Gründer Cos (Yu Xian) verwies auf Auswertungen zu mutmaßlich mit dem Angriff verknüpften Adressen und Geldflüssen. Demnach könnten sich die tatsächlichen Verluste theoretisch auf mehr als 20 Mio. US-Dollar summieren und neben anderen Token auch mehr als 129 Mio. ADA betreffen. Diese Schätzung liegt deutlich über der bisherigen SecondFi-Einschätzung und ist bislang nicht bestätigt. SecondFi teilte zudem mit, während des Vorfalls seien als Notfallmaßnahme etwa 129 Mio. ADA an eine unabhängige Verwahrstelle eines Drittanbieters transferiert worden, um Nutzervermögen zu schützen und das Risiko weiterer Verluste zu senken. Ermittler prüfen weiterhin Umfang und Bestand der betroffenen Wallets und Assets. Nach Angaben von SecondFi beschränke sich die Auswirkung auf die eigene Cardano-Web-Wallet-Erstellungssoftware und reiche nicht darüber hinaus. Patches für nicht betroffene Wallets seien ausgerollt, der Normalbetrieb solle in Kürze wieder aufgenommen werden. Ein finaler technischer Bericht sowie ein möglicher Entschädigungsrahmen wurden bislang nicht veröffentlicht. Sicherheitsteams raten Nutzern, Vermögenswerte umgehend in neu erstellte Wallets zu übertragen. Das Umziehen der Funds gelte weiterhin als eine der wirksamsten Maßnahmen, um das Risiko zusätzlicher Abflüsse zu reduzieren. Nutzer sollten Wallet-Aktivitäten beobachten, offizielle Updates zum Untersuchungsstand verfolgen und die Herkunft der verwendeten Wallet-Generation-Tools überprüfen. Hinweis: Diese Informationen dienen ausschließlich der Information und Weiterbildung und stellen keine Finanzberatung oder sonstige Beratung dar. Für Verluste im Zusammenhang mit der Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen wird keine Verantwortung übernommen. Leser sollten vor Handlungen im Zusammenhang mit dem genannten Projekt Vorsicht walten lassen.