SEC leitet Reform der Kryptoverwahrung zur Prüfung an das OMB weiter

KI-Marktzusammenfassung
Die SEC hat eine umfassende Überarbeitung der Regeln zur Krypto-Verwahrung zur wirtschaftlich bedeutenden Prüfung an das OMB des Weißen Hauses weitergeleitet, wodurch sie der Veröffentlichung und der öffentlichen Kommentierung näher rückt. Der Vorschlag soll klären, wie registrierte Berater und Fonds digitale Vermögenswerte nach bestehenden Wertpapiergesetzen verwahren können, nachdem die vorherige Safeguarding-Regel aus dem Jahr 2023 zurückgezogen wurde. Die letztendliche Definition einer konformen Verwahrung und von "qualifizierten Verwahrstellen" könnte den institutionellen Zugang und die operativen Anforderungen im gesamten Kryptomarkt wesentlich verändern.
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Die US-Börsenaufsicht SEC treibt eine weitreichende Überarbeitung ihrer Verwahrvorschriften für digitale Vermögenswerte voran. Am 25. August übermittelte die Behörde einen Regelungsvorschlag zur Verwahrung von Krypto-Assets bei registrierten Anlageberatern und Investmentgesellschaften an das White House Office of Management and Budget (OMB). Damit startet das verpflichtende Verfahren der Exekutivprüfung, bevor die SEC den Entwurf veröffentlichen und zur Abstimmung stellen kann. Der Text bleibt während der OMB-Prüfung vertraulich. Nach Abschluss geht der Entwurf an die SEC zurück, möglicherweise mit Änderungen. Danach sollen die drei derzeitigen republikanischen SEC-Kommissare darüber abstimmen, ob der Vorschlag zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht wird. Ziel der geplanten Änderungen ist es, zu präzisieren, wie Berater und Fonds Krypto-Assets verwahren können, ohne gegen die bestehenden Verwahrregeln nach dem Investment Advisers Act of 1940 und dem Investment Company Act of 1940 zu verstoßen. Die SEC will damit Unsicherheiten schließen, die daraus entstanden sind, dass die heutigen Vorgaben vor dem breiten Einsatz von Krypto in Anlageprodukten und Portfolios entstanden sind, etwa dort, wo Eigentum und Kontrolle an Private Keys und blockchainbasierte Verwahrmodelle geknüpft sind. Zudem könnten einzelne Altvorgaben entfallen, die die SEC angesichts moderner Markt- und Verwahrpraktiken als überholt einstuft. Auf der föderalen Regulierungsagenda ist das Vorhaben als "economically significant" eingestuft. Das bedeutet, die SEC muss im Zuge der Ausarbeitung erwartete Kosten, Nutzen und weitere wirtschaftliche Effekte bewerten. Für die Branche steht viel auf dem Spiel: Der Entwurf könnte klarer definieren, welche Verwahrer und Verwahrstrukturen die SEC-Anforderungen für Berater und Fonds erfüllen. Das ist zentral für Krypto-Verwahrer sowie für Anlageberater, die auf entsprechende Dienstleister angewiesen sind. Der neue Anlauf ist von einem früheren Vorhaben abzugrenzen. Die Regel "Safeguarding Advisory Client Assets", erstmals im März 2023 unter dem damaligen Chair Gary Gensler vorgeschlagen, hätte Verwahrpflichten auf mehr Kundenvermögenswerte (einschließlich Krypto) ausgeweitet und in der Regel "qualified custodians" verlangt. Dieser Entwurf wurde im Juni 2025 zurückgezogen, nachdem die Branche moniert hatte, dass viele Krypto-Verwahrer die vorgeschlagene Definition eines "qualified custodian" nicht erfüllen würden. Die nun geplanten Verwahränderungen laufen als neues Regelsetzungsvorhaben unter Chair Paul Atkins und setzen den zurückgezogenen Entwurf aus der Gensler-Ära nicht fort. Details zu "qualified custodians", zulässigen Verwahrarrangements und der konkreten Behandlung von Krypto-Assets werden erst mit der Veröffentlichung des Vorschlags bekannt. Regulatorisch fügt sich die Verwahrreform in eine Reihe weiterer Krypto-Initiativen ein, die die SEC unter Atkins in formelle Regelsetzung überführt hat. Im Juli nahm die Behörde drei kryptobezogene Vorhaben in ihre Regulierungsagenda 2026 auf: Ausnahmen und Safe Harbors für Krypto-Assets, die Anwendung von Broker-Dealer-Regeln auf Unternehmen mit Digital-Asset-Geschäft sowie Marktstrukturregeln für den Handel von Krypto auf alternativen Handelssystemen und Börsen. Parallel verhandelt der US-Kongress über den Digital Asset Market Clarity Act. Das Repräsentantenhaus verabschiedete 2025 seine Version, den CLARITY Act. Gespräche im Senat 2026 drehen sich unter anderem um die Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen SEC und Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Atkins hat betont, die SEC werde in ihrem gesetzlichen Kompetenzrahmen weiter handeln, auch wenn der Gesetzgeber an Regelungen arbeitet, für die eine ausdrückliche Kongresszuständigkeit erforderlich ist. Bevor der Vorschlag zur SEC zurückkehrt, muss das OMB-Verfahren abgeschlossen sein. Stimmen die Kommissare für eine Veröffentlichung, beginnt üblicherweise eine Kommentierungsphase von mindestens 60 Tagen. Anschließend wertet die SEC die Eingaben aus, überarbeitet den Entwurf gegebenenfalls und lässt über eine endgültige Regel erneut abstimmen. Unterm Strich könnte das Verfahren lange erwartete Klarheit schaffen, wie Berater und Fonds Krypto verwahren dürfen. Gleichzeitig bleibt die Branche in Wartestellung: Die Ergebnisse der OMB-Prüfung und die nächsten Schritte der SEC dürften maßgeblich beeinflussen, welche Verwahrpraktiken sich durchsetzen, wie "qualified custodian" künftig definiert wird und welche Optionen Beratern beim Management von Krypto-Vermögenswerten für Kunden zur Verfügung stehen.