Proton.Swaps-Exploit reißt 9 Mio. US-Dollar Loch bei XPR Network – Kurs fällt um 6,5%

KI-Marktzusammenfassung
XPR Network erlitt in proton.swaps aufgrund schwacher Eingabevalidierung einen Exploit in Höhe von ~9 Mio. USD, der einen Rückgang von ~6,5% und einen erhöhten Umsatz auslöste, da das Vertrauen nachließ. Obwohl die Produzenten den Contract patchten und Berichten zufolge den Großteil der betroffenen XPR unter Community-Kontrolle sicherten, unterstreicht das Ereignis anhaltende Risiken durch Smart-Contract- sowie Liquiditätspool-Ansteckung. Kurzfristig liegt der Fokus auf der Wiederherstellung der Liquidität und dem Vertrauen der Nutzer, bei verbleibendem Spillover-Risiko für kleinere DeFi-Ökosysteme.
Einflussstufe
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XPR Network, eine Layer-1-Blockchain, ist Ziel eines Exploits geworden: Ein Angreifer zog über proton.swaps rund 1,56 Milliarden XPR ab, im Gegenwert von etwa 4,03 Mio. US-Dollar. Ausgenutzt wurde eine Schwachstelle in der Auszahlungsfunktion, die negative Beträge akzeptierte. Dadurch konnte der Angreifer interne Salden manipulieren und anschließend echte Token abziehen. Die Methode wurde anschließend auf mehrere Asset-Pools ausgeweitet, darunter XUSDC, XMD, METAL, LOAN sowie gebrückte Assets. Innerhalb von nur 11 Minuten nach Beginn des Angriffs wurden laut Angaben mehr als 9 Mio. US-Dollar an Liquidität entwendet. Im weiteren Verlauf flossen 563 Millionen XPR (rund 1,46 Mio. US-Dollar) durch das LOAN-Protokoll, nachdem der Angreifer gegen gestohlene Stablecoins Kredite aufnahm. Damit stieg die insgesamt berührte Menge auf etwa 2,12 Milliarden XPR – rund 6,5% des umlaufenden Angebots. Später wurden 764 Millionen XPR (etwa 1,98 Mio. US-Dollar) sowie 150.000 METAL (circa 195.000 US-Dollar) auf ein weiteres Konto transferiert. Netzwerkproduzenten identifizierten die Lücke und patchten den Vertrag. Der Vorfall unterstreicht, wie fehlende Input-Validierung Verluste in vernetzten Liquiditätspools schnell eskalieren lassen kann. XPR-Abverkauf belastet Marktstimmung Der Onchain-Abfluss spiegelte sich rasch im Kurs wider. Am 11. September notierte XPR nahe 0,00276 US-Dollar, am Folgetag setzte ein deutlicher Rückgang ein. Intraday fiel der Preis bis etwa 0,00242 US-Dollar – ein Minus von rund 6,5%. Anschließend kam es zu einer Gegenbewegung in Richtung 0,00259 US-Dollar. Der Rebound blieb begrenzt, da der Token unter der Unterstützungszone bei 0,00271 US-Dollar gehandelt wurde. Der RSI sank auf 27,47 und signalisierte damit einen überverkauften Markt mit starkem Verkaufsdruck. Gleichzeitig zog die Handelsaktivität an, der Umsatz näherte sich 4 Mio. US-Dollar. Die Erholung deutet zwar auf Kaufinteresse hin, eine nachhaltige Stabilisierung gilt jedoch erst als wahrscheinlich, wenn XPR die Marke von 0,00271 US-Dollar zurückerobert und die Stimmung sich festigt. Großteil der Mittel nach dem Drain gesichert Die Transaktionsspuren nach dem Exploit liefern ein klareres Bild der Schäden und der Erholungsoptionen. Von den 2,12 Milliarden XPR, die im Zusammenhang mit dem Angriff bewegt wurden, verblieben rund 1,80 Milliarden in vom Angreifer kontrollierten Accounts. Lediglich 319,5 Millionen XPR gelangten auf externe Plattformen – ein Umstand, der den Abfluss außerhalb der Kontrolle des Netzwerks begrenzte und den Produzenten Zeit für Gegenmaßnahmen verschaffte. Um 21:32 UTC wurde ein Patch am Vertrag eingespielt. Um 23:26 UTC beschlagnahmten die Produzenten die 1,80 Milliarden XPR und stellten sie unter Community-Kontrolle. Damit blieb der überwiegende Teil der betroffenen Mittel prinzipiell wiederherstellbar. Am 13. September stabilisierte sich XPR zudem im Bereich von 0,00261 bis 0,00262 US-Dollar, was auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeutet. Fazit Durch den Exploit bei proton.swaps verlor XPR Network Liquidität von mehr als 9 Mio. US-Dollar; der XPR-Kurs gab zwischenzeitlich um 6,5% nach, bevor er sich stabilisierte. Da der Großteil der betroffenen XPR gesichert werden konnte, richtet sich der Fokus nun auf die Wiederherstellung von Liquidität und Nutzervertrauen.