OCC erteilt Trump-naher World Liberty Trust Co. Bankenlizenz für USD1-Stablecoin-Dienste

KI-Marktzusammenfassung
Die bedingte Trust-Bank-Charta des OCC für World Liberty Trust Co. ermöglicht eine bundesweit anerkannte Infrastruktur für Ausgabe, Verwahrung und Rücknahme des Stablecoins USD1, wodurch sich potenziell Reibungen bei der Lizenzierung auf Bundesstaatenebene verringern und das Vertrauen institutioneller Gegenparteien in Stablecoin-Operationen verbessern könnten. Während die Charta mit begrenztem Zweck Kreditvergabe und versicherte Einlagen untersagt, stärkt die Genehmigung eine nachgiebigere Haltung der USA gegenüber Krypto-Banking und Stablecoin-Rails, trotz verschärfter politischer Prüfungen möglicher Interessenkonflikte.
Einflussstufe
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Die US-Bankenaufsicht Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat World Liberty Trust Co. am 14. August eine bedingte Genehmigung erteilt. Die Gesellschaft ist eine National Trust Bank mit begrenztem Geschäftszweck und steht in Verbindung mit World Liberty Financial (WLF), dem Krypto-Vorhaben, das von Donald Trump Jr. und Eric Trump unterstützt wird. Mit der Zulassung darf World Liberty Trust Co. Dienstleistungen rund um den USD1-Stablecoin erbringen: Ausgabe, Verwahrung und Rücknahme. USD1 ist ein dollarbesicherter Digital-Token, an dem WLF seit dem Start des Projekts im Jahr 2024 arbeitet. Der Umfang der Lizenz ist klar begrenzt: Als Limited-Purpose-Trust-Bank darf das Institut weder Kredite vergeben noch bundesweit einlagengesicherte Einlagen annehmen. Stattdessen fokussiert sich das Mandat auf die Infrastruktur des Stablecoins und positioniert die Trust Bank als reguliertes operatives Rückgrat für USD1. WLF hatte den Antrag auf eine Neugründung (de novo) bei der OCC im Januar 2026 eingereicht. Im Februar veröffentlichte die OCC eine finale Regel, die den Tätigkeitsrahmen von Trust Banks präzisiert. Diese Regel trat am 1. April in Kraft und stellt klar, dass Trust Banks sowohl treuhänderische als auch nicht-treuhänderische Aktivitäten ausüben dürfen. Damit kann eine Trust-Lizenz auch operative Funktionen wie die Mechanik eines Stablecoins abdecken. Unter der aktuellen Administration erhielten bereits mehrere Krypto-Unternehmen bedingte Genehmigungen für Banklizenzen; World Liberty Trust Co. reiht sich in diesen Trend ein. Politisch sorgt der Schritt für Kritik. Senatorin Elizabeth Warren sieht einen möglichen Interessenkonflikt: Die Familie eines amtierenden Präsidenten betreibe ein bundesweit reguliertes Finanzunternehmen, während die Administration gleichzeitig die Regeln für solche Institute lockere. DT Marks DEFI LLC, eine der Trump-Familie eng zugeordnete Einheit, kontrolliert 38% von World Liberty Financial. Damit hält sie eine kontrollierende Beteiligung an einem Unternehmen, das nun über eine föderale Bankenlizenz verfügt, genehmigt von einer Behörde, deren Führung dem Präsidenten gegenüber weisungsabhängig ist. Für USD1 und das Stablecoin-Geschäft bedeutet die Trust-Lizenz vor allem regulatorische Erleichterung: World Liberty Trust Co. kann bundesstaatenübergreifend tätig sein, ohne in jedem einzelnen Bundesstaat separate Money-Transmitter-Lizenzen einholen zu müssen. Diese Compliance-Hürde gilt als Belastung insbesondere für kleinere Stablecoin-Emittenten. Zugleich dürfte der OCC-Rahmen institutionellen Partnern signalisieren, dass USD1 innerhalb eines anerkannten föderalen Aufsichtsregimes betrieben wird.