Kalshi und Polymarket klagen in Kentucky gegen 14,25%-Steuer auf Prognosemarkt-Transaktionen

BlockBeats berichtet am 14. Juni unter Berufung auf die Associated Press: Mehrere Prognosemarkt-Plattformen, darunter Kalshi, Crypto.com und Polymarket, haben sich zusammengeschlossen und am Freitag vor einem Staatsgericht Klage eingereicht. Ziel ist es, die in Kentucky neu eingeführte Steuer von 14,25% auf Transaktionen in Prognosemärkten zu stoppen. Die Abgabe wurde im April dieses Jahres von der General Assembly of Kentucky beschlossen. Sie sieht eine Belastung von 14,25% auf die Transaktionsgebühren der Prognosemarkt-Plattformen vor und liegt damit über der Steuerlast von rund 9,75%, die in dem Bundesstaat für die Pferderennbranche anfällt. Die Kläger halten die Regelung für diskriminierend, verfassungswidrig und möglicherweise unvereinbar mit Bundesrecht. Prognosemärkte ermöglichen den Handel mit Kontrakten auf reale Ereignisse wie Konjunkturdaten oder Wahlausgänge und funktionieren damit faktisch wie Derivatemärkte auf Ereignisse. Nach Darstellung der Plattformen würde die Steuer die Compliance-Kosten deutlich erhöhen und Handelsaktivität auf Offshore-Anbieter mit schwächerer Regulierung verlagern. Kentuckys Attorney General Russell Coleman kündigte an, das Gesetz vor Gericht entschlossen zu verteidigen, und erklärte, der Bundesstaat sei auf die damit verbundenen Herausforderungen vorbereitet. Kalshi warnte zudem, eine übermäßige Besteuerung auf Bundesstaatenebene schwäche die Wettbewerbsfähigkeit des legalen Marktes und könne Nutzer zu unregulierten und ungeschützten illegalen Plattformen drängen. Der Rechtsstreit gilt als jüngstes Kapitel im anhaltenden Konflikt zwischen der US-Prognosemarktbranche und den Regulierungs- und Steuersystemen der Bundesstaaten.