Gold auf 3-Monats-Hoch, Bitcoin über 80.000 US-Dollar – schwächerer Dollar treibt Hard Assets
KI-Marktzusammenfassung
Die Schwäche des US-Dollar und sinkende Renditen am langen Ende der US-Staatsanleihen hoben sowohl Gold als auch Bitcoin und signalisierten eine erneute Nachfrage nach Sachwerten vor dem Hintergrund sich verändernder Liquiditäts- und Fiskalwahrnehmungen nach ausgeweiteten Treasury-Repo-Operationen. Gold erreichte ein Drei-Monats-Hoch, und die ETF-Zuflüsse drehten im Juli auf beträchtliche Nettozuflüsse, was die Unterstützung durch Positionierung verstärkte. Nachlassende Erwartungen an eine Fed-Zinserhöhung im September stützen weiterhin nicht verzinsliche Anlagen, während die parallele Bewegung von BTC und Gold eine Absicherung gegen das Risiko einer Währungsabwertung widerspiegelt.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
NCCOGOLD2USD/USDT+0.16%
AI-Einblick · NCCOGOLD2USD/USDTAI-Einblick
▲ Bullisch
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Ein nachgebender US-Dollar und sinkende Renditen langlaufender US-Staatsanleihen haben am Dienstag sowohl Gold als auch Bitcoin angeschoben, berichtet CoinDesk. Der Spotpreis für Gold kletterte zeitweise auf 4.696,18 US-Dollar je Unze und markierte damit den höchsten Stand seit Mitte Mai. Bitcoin stieg erstmals seit Mitte Mai wieder über 80.000 US-Dollar und erreichte im Tagesverlauf 81.237 US-Dollar, gab einen Teil der Gewinne später wieder ab.
Auslöser der Bewegung war laut Marktbeobachtern eine veränderte Einschätzung zu Liquidität und Fiskalperspektiven, nachdem das US-Finanzministerium in der Vorwoche seine Treasury-Repo-Rückkaufoperationen ausgeweitet hatte. In der Folge gerieten der Dollar und die Renditen langlaufender Treasuries unter Druck. Der World Gold Council (WGC) bezifferte den Goldpreisanstieg nach der Ankündigung auf rund 3%.
Gold gilt in Phasen wirtschaftlicher oder geopolitischer Unsicherheit als klassischer sicherer Hafen. Bitcoin wird von einigen Investoren in den vergangenen Jahren zunehmend als alternatives Anlagegut gegenüber Fiatwährungen gesehen. Die parallele Stärke beider Märkte deutet darauf hin, dass Positionen in Richtung "harte" Sachwerte umgeschichtet werden.
Auch die Zuflüsse in Gold-Investmentprodukte haben sich mit der Preiserholung verbessert. Nach WGC-Daten verzeichneten weltweit goldgedeckte ETFs im Juli Nettozuflüsse von 3 Mrd. US-Dollar, nachdem es zuvor zwei Monate in Folge Nettoabflüsse gegeben hatte. Das Open Interest stieg um 23 Tonnen auf 4.068 Tonnen. Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) legte auf 530 Mrd. US-Dollar zu.
Der WGC wies zudem darauf hin, dass Gold im Juli eine viermonatige Verlustserie beendete und auf Monatssicht um rund 2% zulegte. Zu Beginn des August rückten mit dem Ende des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie der Ausweitung der Treasury-Rückkaufoperationen erneut geopolitische und fiskalische Themen in den Fokus.
Die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September haben sich spürbar abgeschwächt. Laut WGC preist der Markt einen Fed-Schritt im September weitgehend aus. Schwächere Konjunkturdaten zuletzt hätten die Sorge vor weiterem geldpolitischem Straffen gemindert und Gold damit unterstützt.
Jake Kennis, Senior Research Analyst bei Nansen, sagte gegenüber Decrypt, die gleichzeitige Aufwärtsbewegung von Bitcoin und Gold bei fallendem Dollar passe zur Absicherungslogik gegen Währungsabwertung und Zweifel an fiskalischer Glaubwürdigkeit. Er betonte zugleich, die Korrelation sei eher ein Marktsignal und reiche allein noch nicht aus, um zu belegen, dass Investoren sich bereits umfassend von US-Treasuries abwenden.