Coldcard-Wallet-Angriff: Verluste steigen auf über 130 Mio. US-Dollar – 15 Angreifer ziehen BTC ab
KI-Marktzusammenfassung
Galaxy Research berichtet von einer aktiven Diebstahlswelle, die auf Coldcard-Nutzer abzielt, mit geschätzten Verlusten von über 130 Mio. US-Dollar über ca. 7.300 Wallets aufgrund schwacher Seed-Entropie infolge fehlerhafter Firmware. Da kompromittierte Seeds nicht durch ein Firmware-Update behoben werden können, könnten betroffene BTC bis zur Migration anfällig bleiben, was das Verwahrrisiko aufrechterhält. Der Vorfall kann kurzfristig eine Risk-off-Positionierung begünstigen, eine erhöhte Prüfung von Self-Custody-Hardware auslösen und potenzielle Volatilität verursachen, falls gestohlene Coins beginnen, sich von zuvor inaktiven Adressen zu bewegen.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
BTC/USDT+1.10%
AI-Einblick · BTC/USDTAI-Einblick
▼ Bärisch
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Galaxy Research kommt in einer am Dienstagmorgen veröffentlichten Einschätzung zu dem Ergebnis, dass mittlerweile 15 voneinander unabhängige Angreifer Bitcoin aus Hardware-Wallets von Coldcard-Kunden abziehen. Die geschätzten Verluste summieren sich demnach auf über 130 Mio. US-Dollar und betreffen rund 7.300 Wallets. Bis Montag lagen Galaxy Research nach eigenen Angaben zudem Rückmeldungen von 73 Betroffenen vor.
Ein 15. Angreifer sei über Nacht identifiziert worden, nachdem ein Nutzer den Verlust von weniger als 1 BTC gemeldet hatte. Galaxy Research ordnete die Spur einem Abfluss von 12 BTC zu, verteilt über 126 Wallet-Adressen.
Der Hersteller Coinkite erklärte, eine fehlerhafte Firmware habe die Seed-Erzeugung in den Software-Fallback von MicroPython umgeleitet. Dadurch seien die Seed-Phrasen bei Coldcard Mk2 und Mk3 auf etwa 40 Bit Entropie und bei Coldcard Mk4 auf etwa 72 Bit Entropie gefallen. Coinkite hat Hotfixes für betroffene Modelle ausgeliefert, warnte aber, dass die Bedrohung weiterhin aktiv sei und ein Firmware-Update Seeds, die unter der betroffenen Firmware generiert wurden, nicht repariere.
Warum das wichtig ist: Schwache Seed-Generierung kann aus der Suche nach öffentlichen Adressen ein dauerhaftes Verwahrungsrisiko machen. Verluste könnten anhalten, bis gefährdete Bestände auf sicherere Wallets übertragen werden.
Marktstimmung: Bearish, Stresson, Eventdriven, Derisking. Begründung: Da die geschätzten Verluste über 130 Mio. US-Dollar liegen, könnten Marktteilnehmer den Vorfall als weiterhin aktives Verwahrungs-Stressereignis bewerten.
Vergleichbare Fälle: 2023 verklagten Nutzer von Atomic Wallet das Unternehmen wegen mehr als 100 Mio. US-Dollar an Kryptowerten, die bei einem Wallet-Hack verloren gingen – ein Beispiel dafür, wie Wallet-Kompromittierungen hohe Nutzerverluste und langwierige Streitigkeiten über die Aufarbeitung nach sich ziehen können (Bloomberg Law). Im Unterschied dazu dreht sich der Coldcard-Fall um eine schwache Seed-Generierung in betroffener Hardware-Wallet-Firmware.
Folgewirkungen: Schwache Seed-Generierung kann das Risiko über eine einzelne Diebstahlwelle hinaus ausweiten, weil Angreifer öffentliche Adressen scannen und Besitzer beim Umzug der Mittel "überholen" können. Rotieren Betroffene ihre Bestände auf neue Seeds, dürfte die aktive Angriffsfläche schrumpfen. Sollten gestohlene Coins aus zuvor ruhenden Wallets bewegt werden, könnte sich der Marktfokus von Verwahrungsrisiken hin zu potenziellen Liquidationsrisiken verschieben.
Chancen & Risiken:
Chancen: Wenn Coinkite oder Galaxy Research weitere Angreifer-Fingerabdrücke identifiziert, wäre das Verlageren der Mittel weg von betroffenen Seeds ein direktes Signal zur Reduzierung des Verwahrungsrisikos.
Risiken: Verzögern Betroffene die Übertragung von BTC auf neue Wallets, können Angreifer weiterhin verwundbare Adressen leeren und das Verwahrungsrisiko bleibt aktiv.