Angreifer erbeuten 50 Mio. US-Dollar in NES über Cosmos-EVM-Lücke – am Ende nur 60.000 US-Dollar Gewinn
ChainCatcher berichtet unter Berufung auf einen Beitrag von Bubblemaps auf X, dass ein Angreifer eine Schwachstelle im gemeinsamen Modul von Cosmos EVM ausnutzte und NES-Token im Gegenwert von 50 Mio. US-Dollar abzweigte – der tatsächliche Gewinn lag letztlich nur bei rund 60.000 US-Dollar.
Zuvor hatte Cosmos Labs eine Sicherheitslücke in der gemeinsam genutzten Cosmos-EVM-Software offengelegt, von der mehrere auf diesem Modul aufbauende Chains betroffen sind, darunter Nesa. Laut der Offenlegung kaufte der mutmaßliche Hauptangreifer mit einer Adresse beginnend mit 0x9AE7 zuvor für 250.000 US-Dollar NES und bridgte die Token auf die Nesa Chain. Anschließend manipulierte er über die Schwachstelle seinen Kontostand um den Faktor 200 und transferierte NES im Wert von 50 Mio. US-Dollar zurück auf Ethereum. Die Startmittel für die Wallet sollen aus Monero stammen.
Im weiteren Verlauf verteilte der Angreifer die Token auf mehrere Wallets, tauschte NES auf DEXs in ETH und zahlte die Erlöse bei zentralisierten Börsen ein. Weil Liquidität aus den Pools rasch abgezogen wurde, fielen die meisten Swaps jedoch mit massiver Slippage aus. Insgesamt beliefen sich die Kosten des Angriffs auf etwa 255.000 US-Dollar, die Erlöse auf rund 315.000 US-Dollar – netto blieb ein Gewinn von ungefähr 60.000 US-Dollar.
Bubblemaps wies darauf hin, dass am Vortag eine andere Cosmos-EVM-Chain einen ähnlichen Angriff über 1,4 Mio. US-Dollar verzeichnete. Unterschiede bei der Herkunft der Mittel und beim Vorgehen sprächen dafür, dass es sich wahrscheinlich um unterschiedliche Täter handelt. Der Bericht ergänzt, dass der NES-Kurs zeitweise um 90% einbrach, sich danach aber deutlich erholte. Das Team führt die Erholung vor allem auf Arbitrage zurück, ausgelöst durch Preisunterschiede zwischen DEXs und CEXs nach dem Angriff.