BlackRock-Manager: KI-Euphorie lenkt Kapital und Fokus von Bitcoin ab

Der Vermögensverwalter BlackRock sieht den KI-Boom als spürbaren Gegenwind für Bitcoin. Robbie Mitchnick, Leiter Digital Assets bei BlackRock, sagte laut CoinDesk, dass KI-bezogene Anlagen seit 2025 fortlaufend Kapital und Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit den Druck auf nicht an KI geknüpfte Assets wie Bitcoin erhöhen. Mitchnick zufolge ist der Markt derzeit vor allem auf Titel ausgerichtet, die unmittelbar am Aufbau von KI-Infrastruktur, Rechenleistung und Anwendungen verdienen können. Anlagen mit schwächerem KI-Bezug müssten sich stärkerer Kapitaldisziplin stellen. Bitcoin habe seit Oktober des vergangenen Jahres eine vergleichsweise schwierige Phase erlebt, ein Muster, das auch bei anderen nicht KI-getriebenen Anlageklassen zu beobachten sei. Die Stärke des KI-Sektors verenge den Raum für Aufmerksamkeit und Allokation in anderen Themen. Hintergrund sind weiter starke Kursentwicklungen bei KI-nahen Aktien im Jahr 2026. Trotz anhaltender Belastungen durch hohe Investitionsausgaben fließe weiterhin viel Kapital in KI-Assets, während Bereiche, die nicht an diesem technologischen Aufbau teilhaben, an Attraktivität verlieren. Laut Bericht verschieben sich zudem die Bewertungsmaßstäbe: Die Anschlussfähigkeit an KI-Narrative werde zu einem wichtigen Faktor für Allokationsentscheidungen. In diesem Umfeld steige das Risiko, dass Bitcoin an den Rand gedrängt wird. Auch auf Unternehmensseite zeigen sich Anpassungen. Mehrere Bitcoin-Mining-Firmen verlagern ihren Schwerpunkt von reinem Mining hin zu Strom- und Infrastrukturleistungen für KI-Rechenzentren und haben Verträge im Milliardenumfang abgeschlossen. Genannt werden Core Scientific, IREN, HIVE Digital und TeraWulf. Bei diesen Unternehmen rücke das klassische Bitcoin-Mining in den Hintergrund, während Dienstleistungen rund um KI-Rechenzentren als prioritäre Wachstumsrichtung gelten. Die Entwicklung deutet auf eine laufende Neuordnung der Profitstrukturen hin. Sollten KI-bezogene Geschäftsbereiche weiter höhere Renditen liefern und Miner Ressourcen dauerhaft von der Förderung hin zu Rechenzentren umschichten, könnte sich das Geschäftsmodell des Kryptominings weiter verändern.