Bitcoin rutscht auf 20-Monats-Tief – Tech-Aktien unter Verkaufsdruck

BlockBeats berichtet: Am 25. Juni meldete die Financial Times, dass Bitcoin im Zuge eines verschärften Ausverkaufs bei Technologieaktien auf ein 20-Monats-Tief gefallen ist. Die Risikostimmung an den Märkten trübte sich weiter ein. Bitcoin rutschte kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar und verzeichnete intraday ein Minus von bis zu 5,4% – der niedrigste Stand seit Oktober 2024. In den vergangenen zwei Jahren galt die Marke von 60.000 US-Dollar unter Händlern als zentrale Unterstützungszone. Der Rückgang folgte auf deutliche Abgaben bei großen Tech-Werten in dieser Woche. Marktteilnehmer setzen darauf, dass die US-Notenbank angesichts der Inflation die Zinsen anhebt. Höhere Zinsen würden die Risikobereitschaft dämpfen, Anleger zu einer Neubewertung hoch bewerteter Vermögenswerte bewegen und Kapital in vergleichsweise sicherere Alternativen lenken. Krypto-Assets zeigten in den vergangenen Jahren eine hohe Korrelation zu Aktien, doch diese Beziehung steht derzeit unter Druck. Bitcoin und Solana liegen seit Jahresbeginn bei -32% beziehungsweise -47%. Selbst die Erholung am Aktienmarkt konnte diese Verluste bislang nicht spürbar wettmachen. Als ein Faktor gilt die nachlassende Nachfrage von Privatanlegern nach Kryptowährungen, während Investoren verstärkt die Volatilität KI-bezogener Aktien suchen. Gerry O'Shea, Leiter Global Market Insights beim Krypto-Asset-Manager Hashdex, sagte, die Stimmung bleibe schwach, da große Börsengänge und KI-Aktien die Aufmerksamkeit der Märkte dominierten. Analysten sehen derzeit keine wesentlichen Impulsgeber für den Kryptomarkt. In den USA verarbeiten die Kapitalmärkte weiterhin den rekordbrechenden Börsengang von SpaceX zu Monatsbeginn an der Nasdaq; KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic könnten folgen. Zugleich steckt das zentrale US-Regulierungsvorhaben für digitale Vermögenswerte, der Clarity Act, weiter im Senat fest: Der Gesetzentwurf trifft auf starken Widerstand aus dem Bankensektor und verfügt derzeit nicht über ausreichende parteiübergreifende Unterstützung.