Sorgen um Westafrika-Ernte treiben Kakaopreise auf 5,5‑Monats-Hoch

Ungewöhnlich starke Regenfälle in den westafrikanischen Hauptanbauländern Elfenbeinküste und Ghana haben Straßen überflutet und den Zugang zu Farmen sowie Häfen unterbrochen, was die weltweite Versorgung belastet und das Risiko von Braunfäule an Kakaobäumen erhöht. Zusätzlich stützen Wetterrisiken: Die Japan Meteorological Agency bestätigte am 10. Juni die Bildung eines El‑Niño, während die US NOAA für dieses Jahr eine Wahrscheinlichkeit von 67% für einen „Super El Niño“ nennt. Frühe Cherelle-Erhebungen deuten zudem auf eine unterdurchschnittliche Fruchtansatzbildung für die Saison 2026/27 hin und signalisieren eine schwache Perspektive für die Haupternte ab Oktober. Gleichzeitig stehen höheren Anlandungen 2025/26 an den Häfen der Elfenbeinküste (+18.9% im Jahresvergleich) sowie hohe Lagerbestände und eine schwächere Nachfrage in Nordamerika und Europa im 1. Quartal gegenüber.