Vitalik Buterin legt zwei zentrale Ethereum-Upgrades vor, um ZK-Proof-Engpässe zu reduzieren und Effizienz zu steigern
Vitalik Buterin hat in einem neuen technischen Vorschlag zwei strukturelle Upgrades skizziert, die er für die Zukunft von Ethereum als kritisch erachtet: Der EIP7864 sieht vor, den hexären Merkle-Patricia-Zustandsbaum des Netzwerks durch einen Binärbaum zu ersetzen, und längerfristig die EVM durch eine RISCV-basierte virtuelle Maschine zu ersetzen. EIP7864, derzeit entwickelt von Guillaume Ballet und weiteren Mitwirkenden, migriert zu einem Binärbaum mit einer effizienteren Hash-Funktion, verkürzt die Merkle-Zweig-Länge um den Faktor vier, senkt Client-seitige Verifizierungskosten und Bandbreitenanforderungen für Tools wie Helios und PIR um denselben Faktor und führt seitenbasierte Speicherung ein, die laut Buterins Schätzung für häufig genutzte dApps mehr als 10.000 Gas pro Transaktion einsparen könnte. Er schlägt ferner die Einführung von RISCV vor, der bereits von ZK-Provern genutzten Architektur, über eine dreistufige Roadmap, die mit RISCV für Precompilations beginnt, dann nutzerdeployten Verträgen erlaubt und letztlich die EVM zugunsten einer als Smart Contract in der neuen VM reimplementierten EVM ablöst, wobei vollständige Rückwärtskompatibilität mit nur geringfügigen Gas-Kosten-Anpassungen erhalten bleibt. Zusammen adressieren diese Änderungen am Zustandsbaum und an der virtuellen Maschine laut Buterin über 80 % des Engpasses bei der effizienten ZK-Proof-Generierung auf Ethereum.