US-Senatoren drängen Fed auf Kurswechsel bei bankaufsichtlichen Bitcoin-Regeln
Die US-Senatoren Cynthia Lummis und Dan Sullivan haben in einem Schreiben an die Federal Reserve, die FDIC und das OCC die Aufseher aufgefordert, die Basel-Regeln zur Behandlung von Bitcoin und digitalen Vermögenswerten neu zu bewerten. Nach Darstellung der Senatoren weist der aktuelle Basel-Rahmen Bitcoin eine Risikogewichtung von 1.250% zu. Das zwinge Banken dazu, Eigenkapital in Höhe des gesamten – oder sogar eines höheren – Werts ihrer Bitcoin-Positionen vorzuhalten.
Konkret könnte eine Bank mit Bitcoin-Beständen im Wert von 100 Mio. US-Dollar mehr als 100 Mio. US-Dollar Kapital als Unterlegung benötigen. Dadurch werde es wirtschaftlich unattraktiv, BTC in der Bilanz zu halten. Die Senatoren sprechen von einem "De-facto-Verbot" für Banken, digitale Assets zu besitzen.
Zugleich kritisiert das Schreiben, der Ansatz berücksichtige zentrale Eigenschaften von Bitcoin nicht: hohe Liquidität, eine transparente Blockchain, globale Handelsmärkte, ein aktives Derivate-Ökosystem sowie die kontinuierliche Prüfbarkeit. Zudem verweisen die Senatoren darauf, dass der Basler Ausschuss selbst bereits den Bedarf für Anpassungen eingeräumt und Ende 2025 eine Überprüfung seines Krypto-Asset-Rahmens gestartet habe.
Das Schreiben fällt in eine Phase, in der der Kongress an einer Gesetzgebung zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte arbeitet. Das erhöht den Druck auf die Aufsicht, gegenüber Bitcoin einen stärker technologieneutralen Ansatz zu verfolgen.