Führungswechsel bei EZB rückt MiCA, DeFi-Lücken und digitalen Euro-Fahrplan in den Fokus

EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird voraussichtlich vor der nächsten französischen Präsidentschaftswahl abtreten, ein Zeitpunkt, der nach Einschätzung von Analysten die Weiterentwicklung des EU-Rahmens für Märkte für Kryptowerte (MiCA), die Schließung verbleibender DeFi-Regulierungslücken und die Ausrichtung künftiger Krypto-Aufsicht prägen könnte. Unter Lagardes Führung hat die EU MiCA von der Konzeption zur Umsetzung gebracht und den digitalen Euro von der im Oktober 2021 begonnenen Untersuchungsphase in eine im Oktober 2025 signalisierte Vorbereitungsphase für die Emission geführt, wodurch er als digitale Geldoption innerhalb des europäischen Zahlungsverkehrs positioniert wird. Europäische Entscheidungsträger haben unter Lagarde eine vorsichtige Haltung zu Krypto beibehalten, plädieren für strenge, global abgestimmte Stablecoin-Regeln mit robusten Äquivalenzregelungen für Emittenten außerhalb der EU und verteidigen den digitalen Euro als datenschutzfreundliches, bargeldähnliches Instrument, das Händlerkosten senken und die Zahlungsresilienz stärken könnte. Potenzielle Nachfolger wie Pablo Hernández de Cos und Klaas Knot haben öffentlich auf erhebliche Krypto-Risiken und die Notwendigkeit strenger Aufsicht hingewiesen, was darauf hindeutet, dass Europas maßvoller, standardgetriebener Ansatz bei Krypto-Märkten, DeFi-Diskussionen und grenzüberschreitenden Zahlungen fortgesetzt wird.