Custodia Bank scheitert mit Klage auf Federal-Reserve-Hauptkonto nach Ablehnung durch Tenth Circuit

Das U.S. Court of Appeals for the Tenth Circuit lehnte am 13. März den Antrag der Custodia Bank auf eine Anhörung vor dem vollständigen Gericht ab und beendete damit deren jüngste rechtliche Auseinandersetzung um den Zugang zu einem Federal-Reserve-Hauptkonto. Die Entscheidung bestätigt ein Urteil vom Oktober, wonach regionale Federal-Reserve-Banken nach eigenem Ermessen entscheiden dürfen, welche Institutionen Hauptkonten erhalten, die direkten Zugang zu Fed-Zahlungssystemen ohne zwischengeschaltete Banken ermöglichen. Custodia, eine in Wyoming zugelassene Bank mit Fokus auf digitale Vermögenswerte, hatte seit 2020 ein Hauptkonto beantragt, doch Regulierungsbehörden lehnten den Antrag 2023 mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich ihres Krypto-fokussierten Geschäftsmodells ab. In einem Minderheitsvotum warnte Richter Timothy Tymkovich, das Urteil gewähre den Reserve-Banken ein breites, möglicherweise nicht überprüfbares Ermessen, das seiner Ansicht nach im Widerspruch zum Monetary Control Act von 1980 stehe und verfassungsrechtliche Fragen aufwerfe.