ADA fällt auf Fünfjahrestief – Hoskinson warnt vor Schließungen im Cardano-Ökosystem
Der Cardano-Token ADA setzte seinen Abwärtstrend am Mittwoch fort und rutschte auf rund 0,20 US-Dollar. Damit erreicht ADA den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Auch Bitcoin und andere große Krypto-Assets gaben nach, was den Druck auf das Cardano-Ökosystem zusätzlich erhöhte.
Cardano-Gründer Charles Hoskinson sagte in aktuellen Aussagen, das Marktumfeld verschlechtere sich weiter. Für dieses Jahr erwartet er weitere Schließungen von Unternehmen und Anwendungen innerhalb des Ökosystems. Auslöser der jüngsten Diskussionen ist die Ankündigung der Onchain-Analytics-Plattform TapTools, den Betrieb einzustellen.
TapTools teilte auf X mit, ausschlaggebend seien die hohen Kosten für laufende Entwicklung, Wartung und Support. Unter den aktuellen Bedingungen sei es schwer, verantwortungsvoll neue Investitionen zuzusagen. TapTools war vier Jahre im Cardano-Ökosystem aktiv und bot vor allem Onchain-Daten und Analyse-Services an. Die Schließung gilt als weiteres Beispiel dafür, wie die aktuelle Marktkontraktion kleinere und mittelgroße Infrastrukturprojekte im Kryptobereich trifft.
ADA steht seit Jahresbeginn unter anhaltendem Druck. Laut den berichteten Daten fiel der Token in den vergangenen 24 Stunden um etwa 6% und liegt im Jahresvergleich rund 70% im Minus. Vom Allzeithoch bei 3,09 US-Dollar im März 2021 ist ADA um mehr als 93% zurückgefallen.
Hoskinson erklärte, er habe bereits zu Jahresbeginn mit einer Ausfallwelle im Ökosystem gerechnet, sofern der Marktdruck anhalte. Das Problem betreffe nicht nur einzelne Teams; die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen drängten Entwickler und Builder aus dem Markt.
Zusätzliche Belastung sieht Hoskinson in zunehmenden Konflikten über die Verwendung von Community-Mitteln. Er betonte, er habe in den vergangenen Monaten und Jahren wiederholt vorgeschlagen, Projekte über Übernahmen, Kommerzialisierungsinitiativen und den Einsatz der ADA-Reserve der Cardano Foundation zu stützen. Diese Vorstöße seien jedoch auf Widerstand gestoßen. Als Beispiel nannte er die jüngste Entscheidung der Community gegen die Austragung des jährlichen Cardano Summit, was aus seiner Sicht eine begrenzte Bereitschaft signalisiere, weiter Mittel für den Ausbau des Ökosystems bereitzustellen.
Sollte sich daran nichts ändern, könnten nach Hoskinsons Einschätzung weitere DeFi-Anwendungen im Cardano-Umfeld vom Markt verschwinden, gefolgt von einer Konsolidierung. Technologie und Ideologie seien nicht das Problem – entscheidend sei die sich verschärfende wirtschaftliche Realität, die Teams zum Rückzug zwinge.