Cambridge-Studie: Bitcoin-Netzwerk erst bei Ausfall von 72–92 % der Unterseekabel erheblich beeinträchtigt
Eine vom Cambridge Centre for Alternative Finance durchgeführte Studie zeigt, dass das Bitcoin-Netzwerk widerstandsfähiger gegen physische Infrastrukturausfälle ist als erwartet, da zufällige Ausfälle 72 % bis 92 % der grenzüberschreitenden Unterseekabel gleichzeitig unterbrechen müssten, um die Konnektivität der Knoten wesentlich zu beeinträchtigen, berichtet CoinDesk. Die Forscher analysierten Daten aus elf Jahren und 68 bestätigte Vorfälle bei Unterseekabeln und berichten, dass in über 87 % dieser realen Fälle weniger als 5 % der Knoten betroffen waren, darunter ein Vorfall im März 2024 vor der Küste der Côte d'Ivoire, bei dem Schäden an sieben bis acht Kabeln etwa 43 % der lokalen Knoten, aber nur fünf bis sieben Knoten weltweit betrafen, was rund 0,03 % des Netzwerks entspricht. Die Studie ergänzt, dass Bitcoin weitaus anfälliger für gezielte Angriffe als für zufällige Ausfälle ist, da die Unterbrechung von etwa 20 % strategisch wichtiger Kabelverbindungen oder die Reduzierung der Routing-Kapazität um nur 5 % bei großen Hosting-Anbietern wie Hetzner, OVH, Comcast, Amazon und Google Cloud ähnliche Netzwerkeffekte erzeugen könnte. Laut den Forschern machen Tor-basierte Knoten ab 2025 etwa 64 % des Bitcoin-Netzwerks aus, stark konzentriert in gut vernetzten Ländern wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, und sie argumentieren, dass die Verlagerung der Community hin zu zensurresistenterer Infrastruktur als Reaktion auf Internetkontrollen und geopolitische Spannungen ein anhaltendes Muster adaptiver Verstärkung widerspiegelt.