Cambridge-Studie: Bitcoin hält meisten Unterseekabel-Ausfällen stand, aber anfällig bei gezielten Angriffen auf große Hosting-Provider
Das Bitcoin-Peer-to-Peer-Netzwerk würde nur dann großflächige Knoten-Trennungen erleben, wenn zwischen 72% und 92% der grenzüberschreitenden Unterseekabel gleichzeitig ausfallen würden, so eine Langzeit-Resilienzstudie des Cambridge Centre for Alternative Finance, die von CoinDesk zitiert wird. Basierend auf 11 Jahren Netzwerkdaten, 68 bestätigten Unterseekabel-Ausfällen und 1.000 Monte-Carlo-Simulationen pro Szenario fanden die Forscher heraus, dass über 87% der realen Ausfälle weniger als 5% der Knoten betrafen und die Korrelation zwischen Kabelstörungen und Bitcoin-Preisbewegungen bei nahezu null lag (0,02). Die Studie berichtet auch von einem starken Kontrast zwischen zufälligen Ausfällen und gezielten Angriffen: Attacken auf kritische Hub-Kabel würden die Ausfallschwelle auf 20% senken, während die Deaktivierung von nur 5% der Routing-Kapazität bei den fünf größten Node-Hosting-Anbietern—Hetzner, OVH, Comcast, Amazon und Google Cloud—einen ähnlichen Effekt hätte.