Analyst: 50%-Rückgang bei BTC könnte Altcoin-Rallye wie 2017 vorbereiten

Bitcoin (BTC) ist am 4. Juni unter 62.000 US-Dollar gefallen. Laut dem Analysten CrediBULL Crypto fiel der Kursrutsch zeitlich mit dem ersten nennenswerten Rücksetzer der Bitcoin-Dominanz seit fast acht Monaten zusammen. Das hat die Diskussion neu belebt, ob eine altcoingetriebene Marktphase bevorstehen könnte – auch weil sich viele Altcoins während des BTC-Abverkaufs auffallend stabil zeigten, ein Muster, das in früheren Zyklen nahe wichtiger Wendepunkte auftauchte. CrediBULL verweist auf Parallelen zum Zyklus 2017: Die größte Altcoin-Rallye sei damals erst gestartet, nachdem Bitcoin bereits 50% vom Hoch verloren, sich stabilisiert und anschließend wieder erholt habe. In dieser Phase habe sich die Altcoin-Marktkapitalisierung vom Tief aus verdreifacht und neue Allzeithochs erreicht. Ein ähnliches Setup könnte sich nun erneut abzeichnen. BTC notiert dem Analysten zufolge mehr als 50% unter dem Allzeithoch, das im Oktober 2025 markiert wurde. Gleichzeitig hätten viele Altcoins einen Einbruch wie in früheren Bärenmärkten vermieden. „Viele sehen die relative Stärke bei Alts auf diesem Niveau, während BTC schmilzt, aber viele Alts relativ ‘stabil’ bleiben – und das drückt die BTC-Dominanz im ersten signifikanten Rücksetzer seit fast 8 Monaten“, schrieb er. In einem anschließenden Austausch stellte CrediBULL zudem die These in den Raum, dass bis zu einer größeren Altcoin-Saison mehrere „Mini-Altseasons“ auftreten könnten. Die größere Bewegung sehe er erst nach einem Bitcoin-„Blow-off Top“, das bislang noch nicht stattgefunden habe. Ähnlich argumentierte Anfang der Woche auch der Analyst Sykodelic, der von einem „ausgelaugten Markt“ sprach, in dem Altcoins nicht mehr auf Schwäche reagieren würden. Zudem habe der OTHERS.D-Chart über seinem 200-Tage-Durchschnitt geschlossen – ein Niveau, das in der Vergangenheit teils starke Bewegungen bei kleineren Tokens begünstigt habe. Vorsichtiger äußerte sich Daan Crypto Trades. Er betonte, die gesamte Altcoin-Marktkapitalisierung ohne Stablecoins bewege sich seit mehr als zwei Jahren in einer Seitwärtsrange. Die zuletzt viel diskutierte Stärke sei größtenteils auf nur wenige Tokens zurückzuführen. „Damit das sauber prallt, bräuchte es mehr Leben bei ETH und anderen Großen“, so seine Einschätzung. Tatsächlich fiel ETH zuletzt auf ein 14-Monats-Tief nahe 1.700 US-Dollar. Weitere Coins aus den Top 10 gaben in den vergangenen 24 Stunden zwischen 8% und 4% nach. Auf Wochensicht hielt sich lediglich Hyperliquid’s HYPE-Token mit einem Plus von über 18% – während alle anderen Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung ab 11-stellig deutlich schwächer tendierten. Bitcoin selbst lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung rund 7% innerhalb eines Tages und mehr als 13% in den vergangenen sieben Tagen im Minus. Der Kurs notierte etwa 500 US-Dollar unter 63.000 US-Dollar, nachdem er zuvor bis auf ein Vier-Monats-Tief um 61.000 US-Dollar gefallen war. In den letzten 24 Stunden wurden dadurch mehr als 270.000 gehebelte Trader aus dem Markt gedrängt; die Liquidationen summierten sich auf über 1,6 Mrd. US-Dollar, mehrheitlich Long-Positionen. Auch bei Spot-Bitcoin-ETFs verschärft sich das Bild: In den ersten drei Junitagen wurden laut SoSoValue bereits 1,4 Mrd. US-Dollar an Abflüssen verzeichnet. Der Beitrag „Analyst: BTC’s 50% Drop Could Be Setting Up a 2017Style Altcoin Rally“ erschien zuerst auf CryptoPotato.