Bitcoin rutscht unter 61.500 US-Dollar – mehr als 1,1 Mrd. US-Dollar an Liquidationen im Kryptomarkt

Wie CoinDesk berichtet, geriet Bitcoin am Mittwoch im Handel deutlich unter Druck: Innerhalb einer Stunde fiel der Kurs unter 61.500 US-Dollar, bevor er sich wieder über 64.000 US-Dollar stabilisierte. Damit rutschte Bitcoin erstmals seit dem 24. Februar unter die Marke von 63.000 US-Dollar – ein Rücksetzer, der am Markt umfangreiche Zwangsliquidationen bei gehebelten Positionen auslöste. In den vergangenen 24 Stunden summierten sich die Liquidationen im gesamten Kryptomarkt auf mehr als 1,1 Mrd. US-Dollar. Ethereum verlor noch stärker und fiel zwischenzeitlich bis auf rund 1.732 US-Dollar. Händler reduzierten in der Folge ihre Risikopositionen. Zusätzlichen Druck sieht der Markt bei institutionellen Verkäufen. Laut der Onchain-Tracking-Plattform Hupzy hat Abraxas Capital in den vergangenen 24 Stunden 2.469 BTC verkauft. Das entspricht rund 166 Mio. US-Dollar bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 67.210 US-Dollar. Davon wurden 1.469 BTC an Kraken transferiert, zudem flossen 22,7 Mio. US-Dollar in USDC ab. Auch Bewegungen aus Mt.-Gox-nahen Wallets sorgen für Aufmerksamkeit. Lookonchain zufolge überwiesen mit Mt. Gox verbundene Adressen 116,3 Bitcoin an Bitstamp – im Wert von etwa 8,16 Mio. US-Dollar. Obwohl das Volumen begrenzt ist, werden Transaktionen dieser Herkunft am Markt genau beobachtet. Die Einschätzungen zum Rücksetzer gehen auseinander. Peter Schiff sieht eine kurzfristige Unterstützung um 61.000 US-Dollar, hält die Tragfähigkeit der Erholung aber für offen. Benjamin Cowen verweist dagegen darauf, dass bei nachlassender Euphorie für neue Aktienangebote in den traditionellen Märkten Kapital wieder in Richtung Bitcoin zurückfließen könnte.