6-30
Trump lag mit Prognose zu sinkenden Benzinpreisen nach dem Krieg bislang richtig
Nach den US-israelischen Luftangriffen auf Iran sind die globalen Ölpreise entgegen den Erwartungen gefallen: WTI rutschte zeitweise bis auf 67 US-Dollar je Barrel und lag damit deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Als Treiber nennt der Bericht unter anderem Chinas um 3 Millionen Barrel pro Tag geringere Importe, die Freigabe strategischer Reserven durch mehrere Länder, die Umleitung von Tankern, die die Blockade der Straße von Hormuz umgingen, sowie Trumps wiederholte öffentliche Appelle zur Stabilisierung der Markterwartungen. Obwohl die Waffenruhe fragil ist und Iran zuletzt erneut Handelsschiffe angegriffen hat, hat die kurzfristige Entspannung beim Angebotsdruck die Ölpreise spürbar zurückkommen lassen.
6-30
6-20
Senator Tom Cotton stellt Trumps 14-Punkte-Memorandum mit Iran infrage und warnt vor bis zu 6 Milliarden Dollar monatlich aus Ölverkäufen
Senator Tom Cotton hat das 14-Punkte-„Memorandum of Understanding“ der Trump-Regierung mit Iran öffentlich infrage gestellt und besonders eine Klausel kritisiert, die Iran die Wiederaufnahme von Ölverkäufen erlaubt. Er sagte, dies könne Iran Einnahmen von bis zu 6 Milliarden Dollar pro Monat verschaffen. Sollte die Vereinbarung umgesetzt werden, würde sie die Beschränkungen für Irans Rohölexporte deutlich lockern und die Erwartung eines höheren globalen Ölangebots erhöhen. Der Vorgang gilt als Signal einer vorübergehenden Entspannung in den US-iranischen Beziehungen und berührt direkt die Logik von Angebot und Nachfrage am Ölmarkt.
6-20
6-18
Iran-Krieg lässt sowohl Energiewende als auch neue Öl- und Gasförderung wahrscheinlicher werden
Die USA und Iran haben sich in dieser Woche grundsätzlich darauf verständigt, die Straße von Hormuz wieder zu öffnen, was das kurzfristige Risiko von Unterbrechungen bei Öltransporten verringern dürfte. Analysten betonen jedoch, dass die Krise die langfristige Fragilität der Versorgung aus dem Persischen Golf unterstreicht und Importländer dazu bringen kann, ihre Bezugsquellen stärker zu diversifizieren. Das könnte die Nachfrage nach LNG sowie die Preise für Brent und Rohöl strukturell stützen und insbesondere die Erwartungen an US-LNG-Exporte und die US-Ölproduktion verbessern. Diese Einschätzung wird im Artikel wiederholt mit Verweis auf Analysten begründet.
6-18
6-16
Ölkonzerne prüfen Venezuela erneut, während die Versorgung über die Straße von Hormus nahezu stillsteht
Die US-Regierung drängt internationale Ölkonzerne, in Venezuela verbindliche Verträge zur Erschließung von Ölfeldern abzuschließen, nachdem die Lieferströme durch die Straße von Hormus weiter weitgehend blockiert sind und Donald Trump eine US-Iran-Friedensvereinbarung mit unklarer Formulierung zur „mautfreien Öffnung“ angekündigt hat. Venezuela reserviert bereits Felder für Unternehmen, die Absichtserklärungen (MOU) unterzeichnet haben, während mehrere US-Firmen an bindenden Vereinbarungen arbeiten. Auch die Regeln zur Streitbeilegung werden angepasst, wobei entsprechende Änderungen durch US-Lizenzen ermöglicht wurden. Der Schritt erhöht zwar nicht sofort die Produktion, hebt aber die kurzfristig erwartete Flexibilität des Angebots deutlich.
6-16