vor 1T
Märkte signalisieren Kauflaune nach Rekordsprung des Kospi um 18% und Trumps Iran-Kurswechsel
Die globale Risikobereitschaft hat spürbar zugenommen, nachdem Donald Trump seinen Kurs gegenüber Iran revidierte und Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz aufkamen. Der südkoreanische Kospi sprang an einem Tag um 18% und verzeichnete damit seinen größten Tagesanstieg aller Zeiten, während auch Dow-, S&P-500- und Nasdaq-Futures deutlich zulegten. Gleichzeitig fiel Brent um 4,6% auf 83.90 US-Dollar je Barrel, was auf nachlassende Versorgungsrisiken hindeutet. Der für Freitag erwartete US-Arbeitsmarktbericht könnte die Inflationserwartungen beeinflussen.
vor 1T
vor 1T
Chip-Aktien-Wette an der Wall Street kippt: SOX verliert im Juli 21% und schwankt stark
Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) brach im Juli um 21% ein und verzeichnete damit den schwächsten Monat seit Oktober 2008. An allen 22 Handelstagen kam es zu Intraday-Ausschlägen von mindestens 2% – erstmals seit 2020. Bis Ende Juli lag der Index 23% unter seinem Rekordhoch vom 22. Juni; alle 30 Indexwerte notierten im Minus, mehr als die Hälfte verlor mindestens 25%. In dem Monat schrumpfte die Marktkapitalisierung um $2.2 trillion.
Ausgewählt
vor 1T
7-30
Cracker Barrel kündigt CEO-Abgang an und beruft David Deno als Nachfolger – Aktie zeitweise 6% im Minus
Cracker Barrel hat den Abschied seiner CEO angekündigt und den früheren Bloomin’ Brands-CEO David Deno als Nachfolger benannt; die Aktie fiel im Tagesverlauf um 6%. In Denos fünf Jahren an der Spitze von Bloomin’ Brands (2019 bis 2024) rutschte die Aktie um 15% ab und blieb damit deutlich hinter dem S&P 500 sowie Wettbewerbern zurück. Im aktuellen Berichtszeitraum meldete das Unternehmen einen Rückgang der vergleichbaren Restaurantumsätze um rund 2.5% gegenüber dem Vorjahr. Zudem gilt die Kundschaft als überdurchschnittlich alt: 43% sind 55 oder älter, nur 23% unter 34, was Fragen zur langfristigen Wachstumsfähigkeit aufwirft.
7-30
7-30
Meta meldet im 2. Quartal 2024 einen Free-Cashflow-Einbruch von 91% und hebt Ausgabenprognose für 2026 auf 165–169 Mrd. USD an
Meta hat für das zweite Quartal 2024 einen Nettogewinn von 15.85 Milliarden US-Dollar gemeldet, 14% weniger als im Vorjahr. Der Umsatz stieg zugleich um 28% auf 60.8 Milliarden US-Dollar, während der Free Cashflow um 91% auf 784 Millionen US-Dollar zurückging. Das Unternehmen hob zudem die Prognose für die Gesamtausgaben 2026 auf 165 Milliarden bis 169 Milliarden US-Dollar an. Der Bericht gilt als zentraler Ergebnistreiber und spiegelt die Risiken für die Kapitaleffizienz im Rahmen der KI-Strategie wider, was die Meta-Aktie fundamental belastet.
7-30
7-28
Iran-Krieg verschärft Winter-Sorgen um Gas in Europa und Asien – Europas Spotpreise steigen binnen einer Woche um fast 26%
Die anhaltende Eskalation des Kriegs mit Iran verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit mit Erdgas in Europa. Die europäischen Spot-Gaspreise legten binnen einer Woche um fast 26% zu, während die Speicherstände aktuell nur knapp über 50% liegen und damit deutlich unter dem historischen Durchschnitt von Ende Juli. Selbst im Best-Case-Szenario erwarten Analysten für November lediglich 75% Füllstand – klar unter dem politischen Zielwert von 90%. Besonders Nordwesteuropa, darunter Deutschland und die Niederlande, gilt als stärker gefährdet, was die Preiserwartungen zusätzlich anheizt.
7-28
7-27
Wall-Street-Analysten: Warsh und das FOMC dürften Leitzins wegen Ölpreisen und Iran halten oder anheben
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten stützen die Ölpreise, während ein offizieller Waffenstillstand zwischen den USA und Iran ausbleibt und der Streit um die Kontrolle der Straße von Hormus ungelöst ist. Kraftstoffpreise liegen 15.7% über dem Vorjahr; trotz eines Rückgangs um 4.9% von Mai auf Juni bleiben sie auf erhöhtem Niveau. Der Markt preist für Juli beim FOMC nahezu 10 Basispunkte an Zinserhöhungen ein, und die Bank of America erwartet drei Anhebungen um jeweils 25bp im September, Oktober und Dezember. EY-Parthenon warnt, dass zusätzliche Straffung kaum zu vermeiden sei, falls die Inflation wegen anhaltender Angebotsschocks nicht in Richtung 2% zurückkehrt.
7-27
7-26
„Trump Trade“ verliert an der Börse an Boden – Index seit Mai rund 16% im Minus
Der Trump-Trade-Index von Ned Davis Research ist seit Mai um rund 16% gefallen, nachdem er zu Jahresbeginn den S&P 500 Index deutlich geschlagen hatte. Als Haupttreiber nennt der Bericht die Eskalation des US-Konflikts mit Iran, die Energiepreise, Inflationserwartungen, Zinsen und den US-Dollar nach oben getrieben habe. Zusätzlich verunsichern neue handelspolitische Schritte: Trump verhängte 50% Zölle auf Waren aus Kanada und will unter Section 338 des Tariff Act of 1930 gezielte Zölle gegen China und Europa einsetzen. Die Schließung der Straße von Hormus infolge des Konflikts verschärft zudem die Sorgen über die Ölversorgung.
7-26
7-17
EU verpflichtet Google zu Android-Öffnung und Datenteilung; TSMC kündigt weitere 100 Milliarden US-Dollar für US-Fertigung an
Die EU hat zwei rechtlich bindende Vorgaben für Google erlassen: Android soll für Drittanbieter‑KI‑Assistenten geöffnet werden, zudem sollen anonymisierte Suchdaten geteilt werden; bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 10% des weltweiten Jahresumsatzes. TSMC kündigte zusätzliche 100 Milliarden US-Dollar für Chipfertigung in den USA an, womit sich die Gesamtzusage auf 265 Milliarden US-Dollar erhöht. Der Konzern meldete für Q2 einen Anstieg des Nettogewinns um 77% auf rund 22 Milliarden US-Dollar und hob die jährlichen Investitionsausgaben auf bis zu 64 Milliarden US-Dollar an.
7-17
7-13
Apple verklagt OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
Apple hat OpenAI am Freitag verklagt und wirft dem Unternehmen vor, über frühere Mitarbeiter sowie die übernommene Hardwarefirma io Products vertrauliche Informationen abgegriffen zu haben, darunter Details zu unveröffentlichten Produkten und zur Lieferkette. Die 41-seitige Klageschrift stellt dabei auch die Grundlage von OpenAIs Hardwaregeschäft in Frage. OpenAI erklärte, man habe kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen. Der Schritt markiert den Bruch mit früheren Kooperationsplänen und ist OpenAIs erste große Klage im Bereich geistiges Eigentum, die Finanzierung, Partnerschaften und regulatorische Prüfung beeinflussen könnte.
7-13